Wildkatzen sind keine Haustiere

05.05.2020
Wildkatzen sehen aus wie die Nachbarskatze, sind aber kein Haustier. Wer die Jungen im Wald entdeckt, sollte Abstand halten. Das schützt die wilden Tiere vor Krankheiten.
Sie ähneln der Hauskatze: Wildkatzen haben aber ein stärker gemustertes Fell und einen buschigen Schwanz mit schwarzer Spitze. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn
Sie ähneln der Hauskatze: Wildkatzen haben aber ein stärker gemustertes Fell und einen buschigen Schwanz mit schwarzer Spitze. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Junge Wildkatzen sehen Hauskatzen oft zum Verwechseln ähnlich. Wer die Tiere auf einem Spaziergang im Wald entdeckt, sollte sie aber weder anfassen noch mitnehmen, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

«Werden die Wildkätzchen mitgenommen, bedeutet das viel Stress und unnötige Risiken für diese seltenen Tiere», sagt Friederike Scholz, Wildtierexpertin des BUND.

Außerdem besteht für die Katzen das Risiko, sich mit Hauskatzenkrankheiten anzustecken. Auswilderungen sind außerdem sehr aufwendig und gelingen nicht immer.

Auch wenn die Katzenjungen allein und mutterlos erscheinen, sollte man Abstand halten. Meistens ist die Mutter auf Mäusejagd oder versteckt sich in unmittelbarer Nähe.

Junge Wildkatzen haben noch ein deutlich gestreiftes braun-graues Fell und blaue Augen. Erst wenn sie älter werden, verblasst die Fellzeichnung. Sie sind dann durch ihren kräftigen Körperbau und den buschigen Schwanz mit stumpfer, schwarzer Spitze als Wildkatze zu erkennen.

Am häufigsten sind Wildkatzen in Mittel- und Süddeutschland zu finden. Laut BUND wurden zuletzt aber auch in Brandenburg, in der Lüneburger Heide und in Nordsachsen Tiere entdeckt.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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