Wie viele Pfunde ein Pferd tragen kann

18.10.2019
Ist ein Reiter zu schwer, kann das beim Pferd zu dauerhaften Schäden führen. Das Gewicht des Reiters ist nicht der einzige Richtwert. Die Belastungsgrenze hängt auch von anderen Faktoren ab.
Ein übergewichtiges Pferd darf nicht auch noch zu schwer belastet werden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Ein übergewichtiges Pferd darf nicht auch noch zu schwer belastet werden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Bramsche (dpa/tmn) - Bevor sich ein Reiter auf ein Pferd setzt, sollte er eigentlich auf die Waage. Denn zu viel Gewicht auf dem Rücken, kann dem Tier dauerhaft schaden. Darauf weist die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) hin.

In der Regel gilt, dass kräftige, gedrungene Pferde mehr Belastung vertragen können als zierliche Rassen. Doch Vorsicht: Kräftig sollten Reiter nicht mit übergewichtig verwechseln. Denn ein übergewichtiges Pferd kommt meist schneller an seine Grenzen und sollte deshalb weniger Gewicht tragen. Sein Körper ist durch das eigene Übergewicht bereits dauerhaft überlastet.

Reitergewicht ist nur ein Faktor

Pferd und Reiter müssen zusammenpassen: Grundsätzlich sollte eine Gewichtsbelastung etwa 15 Prozent der Körpermasse eines Pferdes entsprechen. Das ist laut TVT eine akzeptable Gewichtsklasse. Bereits eine Belastung von 20 Prozent könne zu Veränderungen der Muskulatur führen, mehr Gewicht sogar zu dauerhaften Schäden und Schmerzen.

Welche Belastung Pferde gut vertragen, hängt von weiteren Faktoren ab - etwa Alter, Rasse, Trainingszustand, Einsatzart oder Dauer des Rittes. Sogar Wetter, Jahreszeit und Reitvermögen können die Belastungsgrenze beeinflussen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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