Wie überwintert mein Reptil am besten?

15.11.2019
Wenn neben Milch und Käse ein Gecko im Kühlschrank liegt, weiß man: Die Winterzeit für Reptilien hat begonnen.
Bartagamen können zwar für die Winterruhe im Terrarium bleiben, doch die Temperatur sollte auf 15 bis 18 Grad gesenkt werden. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn
Bartagamen können zwar für die Winterruhe im Terrarium bleiben, doch die Temperatur sollte auf 15 bis 18 Grad gesenkt werden. Foto: Markus Scholz/dpa-tmn

Hambrücken (dpa/tmn) - Ob im Keller oder im Kühlschrank - Reptilien brauchen einen kühlen Ort zum Überwintern. Bei welcher Temperatur sich das Tier am wohlsten fühlt, ist von seiner Art und dem natürlichen Herkunftsgebiet abhängig.

Bartagamen können für die Winterruhe in ihrem Terrarium bleiben. Dort vergraben sie sich meist in feuchteren Ecken. Die Temperatur im Terrarium sollte auf 15 bis 18 Grad gesenkt werden. Dies erklärt der Bundesverband für fachgerechten Natur-, Tier- und Artenschutz (BNA).

Kühlschrank mit Thermostat geeignet

Für Leopardgeckos und Halsbandleguane empfiehlt der BNA hingegen niedrigere Temperaturen von 8 bis 12 Grad. Dafür eignen sich kühle Kellerräume oder ein mit Thermostat ausgestatteter Kühlschrank.

Europäische Landschildkröten können gut in speziell eingerichteten Freilandterrarien überwintern. Sie brauchen gerade einmal zwei bis sechs Grad.

Das Tier im Blick behalten - mit durchsichtiger Box

Die Tiere kommen dafür am besten in eine transparente Plastikbox mit Luftlöchern. Für ausreichend Feuchtigkeit sorgen Küchenpapier, feuchtes Sphagnum-Moos und eine kleine Wasserschale in der Box.

Bevor es für die Reptilien in den Keller oder Kühlschrank geht, bleiben sie noch ein paar Tage in einem unbeheizten Zimmer. Wenn das Tier die Überwinterungsbox annimmt, kann die vier- bis achtwöchige Winterruhe beginnen. Während dieser Phase ist es wichtig, regelmäßig zu überprüfen, ob das Substrat noch feucht genug ist, die Temperatur stimmt und das Tier nicht zu stark abgenommen hat.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Frische Gräser, Wildkräuter, Blüten: Die richtige Ernährung der Landschildkröte sollte sich an dem Rhythmus der Jahreszeiten orientieren. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn Landschildkröten futtern nach Jahreszeit Wenn Ihre Landschildkröte gegen Ende des Sommers weniger Nahrung zu sich nimmt, ist das kein Grund zur Beunruhigung. Das Tier folgt seinem natürlichen Rhythmus. Und der richtet sich nach der Jahreszeit.
Landschildkröten halten Winterstarre. Die Tiere graben sich dafür in Blattwerk und Erde ein. Foto: Holger Hollemann/dpa Schildkröten am besten bei vier Grad überwintern lassen Schildkröten fallen in Winterstarre. Sie nehmen kein Futter mehr zu sich. Damit das Überwintern optimal verläuft, sollten Besitzer einiges beachten.
Landschildkröten werden etwa 100 Jahre alt. Foto: Holger Hollemann Lebenserwartung eines Tieres vor Anschaffung beachten Vor dem Kauf eines jeden Haustieres sollten sich die zukünftigen Halter die Anschaffung gut überlegen. Gerade exotische Reptilien wie Schlangen und Schildkröten verpflichten die Besitzer über Jahrzehnte hinweg.
Wachen Schildkröten aus dem Winterschlaf wieder auf, sollten Halter den Gesundheitszustand überprüfen. Foto: Andrea Warnecke Bei Schildkröten nach Winterschlaf Augen und Panzer prüfen Schildkröten wachen im Frühjahr aus ihrem Winterschlaf auf. Nach der langen Ruheperiode ist ein ausführlicher Gesundheitscheck wichtig. Worauf sollten Halter achten?