Wie teuer müssen gute Batterien sein?

26.02.2021
Fernbedienungen, LED-Leuchten, Taschenlampen, Spielzeug, Uhren oder Funktastaturen: Es gibt immer noch vieles, was klassische Batterien benötigt. Lohnt es sich, teure Energiespender zu kaufen?
AA-Batterien braucht man im Alltag noch recht häufig. Mehr als 20 Cent pro Stück muss man dafür aber nicht ausgeben, wie ein aktueller Test zeigt. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn
AA-Batterien braucht man im Alltag noch recht häufig. Mehr als 20 Cent pro Stück muss man dafür aber nicht ausgeben, wie ein aktueller Test zeigt. Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Ist teurer, hält aber auch länger durch: Bei Batterien ist man geneigt, dieser Gleichung Glauben zu schenken. Nur dass sie so nicht aufgeht, wie das Technikportal «Techbook.de» bei einem Vergleich von elf Zellen der Größe AA, also der klassischen Walkman-Batterie, herausgefunden hat.

Für alle gängigen Alltagsgeräte könnten Verbraucherinnen und Verbraucher problemlos zu günstigen Eigenmarken-Batterien greifen, wie sie in jedem Super- oder Drogeriemarkt zu haben sind. Kostenpunkt: nur etwa 20 Cent pro Stück.

Spannungseinbruch programmiert

Markenbatterien, die ein oder sogar zwei Euro das Stück kosten, boten im Test nur während der ersten fünf Stunden mehr Power. Danach wendete sich sogar das Blatt: Bei der gemessenen Spannung hatte fortan eine Batterie vom Supermarkt-Discounter fünf Stunden lang die Nase ganz vorn, während die Spannungen der Markenbatterien deutlich einbrachen.

Auch eine Drogeriemarkt-Batterie beispielsweise schlug sich auf Dauer genau so gut wie die teure Markenkonkurrenz. Insgesamt betrachtet pendelte sich aber die Spannung aller getesteten Batterien nach den ersten fünf Stunden auf ein ähnliches Niveau ein.

Alkali-Batterien genügen

Neun der elf getesteten Zellen arbeiteten auf Alkali-Mangan-Basis, zwei besonders teure Zellen mit einer Batteriechemie aus Lithium-Eisensulfid, die als leistungsfähiger gilt und eine höhere Ausgangsspannung bietet.

Diese bietet aber heutzutage nur noch in Ausnahmefällen Vorteile, etwa beim Einsatz in Digitalkameras und Blitzen. Doch selbst diese Geräte werden schon seit Jahren mit wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akkus geliefert.

Getestet wurden die Batterien in einer LED-Campinglampe. Die Spannungsmessungen erfolgten mit einem digitalen Voltmeter zu fünf konsekutiven Zeitpunkten. Einer Ausgangsmessung vor Testbeginn folgten Messungen nach zwei, fünf, sieben und zehn Betriebsstunden der Lampe.

© dpa-infocom, dpa:210226-99-606068/2

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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