Wie «grün» wünschen sich Europäer ihre Technik?

01.06.2021
Smartphones und Tablets sind keine Produktkategorien, die sich bislang auf breiter Front durch Nachhaltigkeit ausgezeichnet haben. Die EU will die Situation verbessern und hofft auf Unterstützung.
Liebes Smartphone, wie lang wirst du mich begleiten? So genau weiß man das nie. Aber in aller Regel und aus Umweltsicht viel zu kurz. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Liebes Smartphone, wie lang wirst du mich begleiten? So genau weiß man das nie. Aber in aller Regel und aus Umweltsicht viel zu kurz. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Die EU-Kommission will die Ökodesign-Richtline mit Blick auf Mobiltelefone und Tablets weiter ausbauen. Ziel sind neue Regulierungsmaßnahmen. Sie sollen sicherstellen, dass Energieeffizienz, Haltbarkeit, Reparierbarkeit, Nachrüstbarkeit und Recycling schon beim Design der Geräte berücksichtigt werden

Gefragt sind in diesem Zusammenhang auch die Bürgerinnen und Bürger. Alle, die mitmachen wollen, können bis zum 31. August an einer entsprechenden Umfrage teilnehmen, wie die Vertretung der EU-Kommission in Deutschland mitteilt.

Ziel der sogenannten Konsultation sei es, mehr über die Gewohnheiten, Präferenzen und Wahlmöglichkeiten der Nutzerinnen und Nutzer in Bezug auf Kauf, Nutzung, Reparatur und Entsorgung von Mobiltelefonen und Tablets zu erfahren. Ebenso sollen die von den Nutzerinnen und Nutzern erwarteten Auswirkungen möglicher neuer Gesetze auf die eigenen Entscheidungen abgefragt werden.

Mit der EU-Ökodesign-Richtlinie können Mindestanforderungen an Produkte festgelegt werden, die ihre Umweltleistung in Bezug auf Aspekte des Energieverbrauchs, des Wasserverbrauchs, der Emissionswerte sowie der Materialeffizienz verbessern. Zusammen mit der EU-Energiekennzeichnungsverordnung soll diese Richtlinie sicherstellen, dass die Produkte mit der schlechtesten Umweltleistung nicht auf den EU-Markt gebracht werden können.

© dpa-infocom, dpa:210601-99-821234/2

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Verfasser: dpa-infocom GmbH

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