West-Nil-Fieber in Südeuropa: Auf Reisen vor Mücken schützen

13.08.2019
In Südeuropa wurden vor wenigen Wochen Infektionen mit West-Nil-Fieber gemeldet. Übertragen wird die Krankheit durch Mücken. Was das Auswärtige Amt daher Italien- und Griechenland-Urlaubern empfiehlt.
In Italien und Griechenland können sich Urlauber über Mücken mit dem West-Nil-Fieber infizieren. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher lange Kleidung. Foto: Patrick Pleul
In Italien und Griechenland können sich Urlauber über Mücken mit dem West-Nil-Fieber infizieren. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher lange Kleidung. Foto: Patrick Pleul

Düsseldorf (dpa/tmn) - Reisende in Südeuropa sollten sich vor Mückenstichen schützen. So wurden nach Angaben des Centrums für Reisemedizin (CRM) Mitte Juli die ersten Infektionen mit West-Nil-Fieber aus Italien und Griechenland gemeldet.

In Griechenland sind zehn Menschen erkrankt, in Italien einer, dort kommt die Infektion vor allem im Norden vereinzelt vor. Auch das Auswärtige Amt (AA) warnt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen vor dem West-Nil-Fieber, das von tagaktiven Mücken übertragen wird. Die Infektion verläuft meist unauffällig, selten kann es jedoch zu schweren neurologischen Symptomen kommen. Eine Schutzimpfung oder spezifische Behandlung gibt es nicht.

Stattdessen empfiehlt das Auswärtige Amt, lange Kleidung zu tragen, die die Arme und Beine bedeckt. Besonders tagsüber sollte mehrfach Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen aufgetragen werden.

Insektenschutz auf Reisen schützt auch vor anderen Krankheiten, die durch Insekten übertragen werden: So das Chikungunya-Fieber durch Aedes-Mücken oder das sogenannte Toskana-Fieber durch kleine Sandfliegen.

Merkblatt AA zum Mückenschutz

Merkblatt AA Chikungunya-Fieber

Merkblatt AA West-Nil-Fieber


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Passanten gehen auf der Brücke «Pont de Bir-Hakeim», mit Blick auf den Eiffelturm. Foto: Philippe Lopez/AFP/dpa Urlaubsziele in Europa vor dem Neustart Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Hält der Trend bei den Corona-Infektionszahlen an, könnten in Europa viele Grenzen ab 15. Juni wieder offen sein. Urlauber und Tourismusbranche schöpfen Hoffnung.
Das West-Nil-Fieber wird hauptsächlich von Mücken übertragen. Griechische Behörden raten daher, Verdampfer oder andere Mittel gegen Insekten zu nutzen. Foto: Andreas Lander West-Nil-Fieber in Griechenland, Italien und Serbien In Südeuropa breitet sich das West-Nil-Fieber weiter aus. Besonders betroffen sind Gebiete in Griechenland, Italien und Serbien. Übertragen wird der Virus durch Mücken. Reisende sollten daher auf einen Insektenschutz achten.
Durch die Corona-Pandemie herrscht an den Gepäckbändern der Flughäfen - wie hier am Hamburg Airport - oft gähnende Leere. Foto: Christian Charisius/dpa Hoffnungen in Reiseländern und Hygienekonzepte Ist der Sommerurlaub noch zu retten? In dieser Woche will die EU-Kommission Leitlinien für die schwer getroffene Tourismusbranche vorlegen. Schon jetzt laufen europaweit etliche Bemühungen.
Die Asiatische Buschmücke (lat. Ochlerotatus japonicus) gilt als Überträger des West-Nil-Fiebers. Das Centrum für Reisemedizin rät, sich mit einem DEET-Mittel vor den Mücken zu schützen. Foto: Patrick Pleul West-Nil-Fieber in Europa: Mückenmittel mit DEET schützt Der West-Nil-Virus breitet sich in Europa immer weiter aus. Urlauber, die den Süden Europas bereisen, sollten sich deshalb vor Mücken in Acht nehmen und unbedingt ein Mittel mit geeignetem Wirkstoff dabei haben.