Wenn das Kaninchen ausbüxt

26.07.2019
Hilfe, das geliebte Kaninchen ist weg. Gibt es eine gute Möglichkeit das Tier wieder einzufangen? Welches Verhalten sollte man dabei auf jeden Fall vermeiden?
Was tun, wenn ein Kaninchen ausbüxt? Foto: Axel Heimken/dpa
Was tun, wenn ein Kaninchen ausbüxt? Foto: Axel Heimken/dpa

München (dpa) - Einen Moment beim Füttern abgelenkt oder eine undichte Stelle im Freigehege und schon ist es passiert: Freund Langohr ist aus dem Kaninchenstall ausgebüxt. Doch wie bekommt man ihn zurück?

Kopfloses Hinterherjagen nützt wenig, erklärt die Zeitschrift «Ein Herz für Tiere» (Ausgabe 8/2019). Ist das Kaninchen in Panik davongeflitzt, könnte es unter einer Hecke oder einem Busch sitzen und sich vor Angst nicht mehr rühren. Auch möglich, dass sich das Tier in einem Gemüsebeet satt gefuttert hat und nun ein Schläfchen hält.

Erfahrungsgemäß entferne sich ein Kaninchen nicht weit von seinen Artgenossen. Wer jetzt ein zweites Gehege besitzt, ist im Vorteil. Es sollte geöffnet direkt neben das Gehege mit den Kumpels gestellt und mit dem Lieblingsfutter des Ausbrechers bestückt werden.

Alternativ verteilt man mehrere vertraute Unterschlupfe, wie etwa Grashäuschen, im Garten und legt dort Leckereien bereit. Dann heißt es abwarten und ganz viel Geduld aufbringen. Denn Kaninchen sind Gewohnheitstiere und kehren fast immer von alleine zurück.

Lockt das Lieblingsfutter den Flüchtling an, machen Halter am besten einen großen Bogen um das Tier und nähern sich ihm langsam von hinten. Hastige Bewegungen und laute Geräusche sollten vermieden werden. Das Kaninchen werde einen genau beobachten und immer wieder ein Stück nach vorne ausweichen, um die Distanz zu wahren. Hoppelt es seitlich weg, passt man die Position entsprechend an.

Schnuppert das Tier dann vertraute Düfte, flüchtet es meist in seinen geliebten Unterschlupf. Tür zu - fertig!


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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