Webseite hilft bei Erpressungs-Trojaner

19.04.2016
Sie gehören derzeit zu den gefährlichsten Bedrohungen für Computernutzer: Verschlüsselungs-Trojaner. Erhalten Nutzer eine entsprechende Erpresser-Botschaft, können sie sich jedoch helfen. Wichtige Infos gibt eine neue Webseite.
Verschlüsselungs-Trojaner sind sehr bedrohlich. Foto: Rolf Vennenbernd
Verschlüsselungs-Trojaner sind sehr bedrohlich. Foto: Rolf Vennenbernd

Hannover (dpa/tmn) - Eine Webseite sagt Erpressungs-Trojanern den Kampf an. Unter id-ransomware.malwarehunterteam.com können von den Erpressungsprogrammen mit Namen wie Locky, KeRanger oder Jigsaw betroffene Nutzer kostenlos prüfen, welcher Schädling ihre Daten in seiner Gewalt hat.

Zur Identifikation reicht es, die Erpresser-Botschaft oder eine der verschlüsselten Dateien hochzuladen. Wie «heise Security» berichtet, erkennt der Dienst bislang 52 Verschlüsselungs-Trojaner. Ist der Schädling identifiziert, weist die Webseite auf mögliche kostenlose Entschlüsselungs-Tools hin und verlinkt auf weitere Informationen.

Verschlüsselungs-Trojaner sind derzeit eine der gefährlichsten Bedrohungen für Computernutzer. Befallen sie den Computer, verschlüsseln sie private Daten und geben sie meist nur gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder frei. Für Betroffene ist es oft schwierig, den Schädling zu identifizieren.

Experten der Landespolizeien raten in jedem Fall dazu, regelmäßig Sicherungskopien wichtiger Daten auf externen Festplatten anzulegen. Diese sollte man getrennt vom Computer lagern. Und auf die Forderungen der Erpresser sollte man in keinem Fall eingehen.

Webseite ID-Ransomware (engl.)

Bericht von heise Security

Ratgeber der Polizei Niedersachsen zu Ransomware


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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