Was für Flexpreis-Fahrer ohne Zugbindung gilt

27.06.2019
Wenn ein Zug überfüllt ist, müssen manchmal Fahrgäste aussteigen und auf eine andere Verbindung ausweichen. Haben Reisende mit einem Flexpreis-Ticket ohne Zugbindung dann schlechte Karten?
Warten am Bahnsteig: Wenn ein Zug der Bahn richtig überfüllt ist, können manchmal nicht alle Fahrgäste mitfahren. Foto: Frank Rumpenhorst
Warten am Bahnsteig: Wenn ein Zug der Bahn richtig überfüllt ist, können manchmal nicht alle Fahrgäste mitfahren. Foto: Frank Rumpenhorst

Berlin (dpa/tmn) - Mit einem Flexpreis-Ticket der Deutschen Bahn können Reisende auch überfüllte Züge nutzen. Dass die Fahrkarte am Geltungstag ohne Zugbindung gültig ist, bedeutet nicht unbedingt, dass diese Fahrgäste in solchen Fällen auf einen anderen Zug ausweichen müssen.

«Mit einem Flexpreis haben unsere Kunden theoretisch die Möglichkeit, jeden Zug zu nutzen, der durch ihr Ticket abgedeckt ist», erklärt eine Sprecherin der Bahn. Ist ein Zug als ausgebucht gekennzeichnet, heiße das jedoch, dass eine große Zahl der Fahrgäste stehen müsse und im Einzelfall nicht alle Reisenden mitgenommen werden könnten. «Wir empfehlen daher jedem Kunden, der ein Ticket ohne Zugbindung hat, auf einen anderen Zug auszuweichen», so die Sprecherin.

Wenn ein Zug akut überfüllt ist und Fahrgäste diesen daher aus Sicherheitsgründen verlassen müssen, unterscheidet die Bahn nach eigenen Angaben aber nicht zwischen verschiedenen Fahrkarten - also etwa, ob ein Fahrgast mit Sparpreis- oder Flexpreis-Ticket unterwegs ist. Vielmehr bittet die Bahn dann Reisende ohne eine Sitzplatzreservierung, auf einen anderen Zug auszuweichen. Im Gegenzug bekommen diese Fahrgäste einen Gutschein von 30 Euro.

Droht die Überfüllung eines Zuges, informiert die Bahn die Fahrgäste an den noch anzufahrenden Bahnhöfen. Per Durchsage oder durch Mitarbeiter werden Reisende gebeten, auf einen anderen Zug auszuweichen. Auch in diesem Fall gibt es einen 30-Euro-Gutschein.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Die Deutsche Bahn bietet bei Sparpreis-Tickets aus dem Netz kein Lastschriftverfahren mehr an. Grund ist ein hohes Betrugsrisiko. Foto: Paul Zinken Bahn schränkt Zahlungsarten für Ticketkauf ein Viele Bahnfahrer buchen ihre Tickets online und bezahlen per Lastschrift. Kurz vor Weihnachten ist dies aber nur eingeschränkt möglich. Wegen Betrugsfällen sieht sich die Bahn gezwungen, einige Zahlungsarten nicht mehr anzubieten.
Ab Dezember werden Bahnfahrten wieder teurer. Vor allem wer spontan bucht und keine Bahncard hat, muss mehr zahlen. Foto: Bodo Marks Bahn erhöht Ticketpreise im Dezember Die Bahn bleibt wie schon im Vorjahr mit ihrer Preiserhöhung unterhalb der Inflationsrate. Doch das ist ein Durchschnittswert. Ein Teil der Reisenden muss spürbar mehr zahlen als bisher.
Flexibles Reisen: Bei FlixBus können die Fahrgäste bis 15 Minuten vor der Abfahrt kostenlos umbuchen. Foto: Rolf Vennenbernd Stornieren oder Umbuchen: Was gilt beim Fernbus? An Weihnachten fahren viele zur ihrer Familie in die Heimat. Einige nutzen dafür den Fernbus. Doch was, wenn etwas dazwischenkommt und jemand die Fahrt nicht antreten kann? Die Anbieter haben ganz unterschiedliche Regeln für das Umbuchen und Stornieren.
Die Fernzüge fuhren im vergangenen Jahr pünktlicher, doch in den Bordrestaurants gab es oft noch Probleme, berichtet Bahnchef Richard Lutz. Foto: Boris Roessler/dpa Bahn kommt bei Pünktlichkeit voran Die Bahn ist pünktlicher geworden. Vorstandschef Lutz erklärt, warum das so ist, äußert sich zu Engpässen im Schienennetz und zu Problemen in den Speisewagen.