Warum Schlachtabfälle gut für Haustiere sind

18.09.2019
Werbung kann auch irreführend sein. Denn Filetsteak oder Schweinelende ist nicht unbedingt das Beste für Hunde und Katzen.
Die Futterindustrie wirbt oft mit Fleisch, das nicht aus Nebenerzeugnissen besteht. Dabei ist es sinnvoll, genau diese an Hunde und Katzen zu verfüttern. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn
Die Futterindustrie wirbt oft mit Fleisch, das nicht aus Nebenerzeugnissen besteht. Dabei ist es sinnvoll, genau diese an Hunde und Katzen zu verfüttern. Foto: Monique Wüstenhagen/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Lebensmittelqualität ist in Bezug auf Tierfutter ein nichtssagender Werbebegriff. Darauf weist Fachtierärztin Julia Fritz in der Zeitschrift «Ein Herz für Tiere» (Ausgabe 10/2019) hin.

«Er entstammt dem Marketing und ist gar nicht definiert.» Bedeuten soll Lebensmittelqualität bei hochpreisigem Hunde- und Katzenfutter, dass nur Fleisch enthalten ist, das auch Menschen essen würden. Dies ist allerdings kein Qualitätsmerkmal.

Die vom Menschen verschmähten Nebenprodukte aus der Schlachtung sind voller Nährstoffe und Mineralien und für Hunde und Katzen oft eine Delikatesse. Werden sie nicht als Tierfutter verwertet, landen sie in der Mülltonne. Die Nebenprodukte machen ein Drittel bis die Hälfte des Körpers eines Schlachttieres aus. Unter ethischen und biologischen Gesichtspunkten sei es sinnvoll, diese zu verfüttern.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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