Warum Meisenknödel ohne Plastiknetz besser sind

16.02.2021
Sie hängen an Ästen und locken viele Vögel an: Futterknödel als Energiequelle im Winter. Das Problem dabei? Die Verpackung aus Plastik. Es gibt aber Alternativen, die besser für Tier und Umwelt sind.
Wer Vögel im Winter füttern will, sollte ihnen das Futter ohne Plastikverpackung anbieten. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Wer Vögel im Winter füttern will, sollte ihnen das Futter ohne Plastikverpackung anbieten. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Bei den frostigen Temperaturen freuen sich Vögel über Futter in Gärten, Parks oder Wäldern. Oft kommen Meisenknödel zum Einsatz, die als Mischung von Kernen, Getreideflocken und Fett Energie liefern. Dabei sollten Tierfreunde darauf achten, Futterkugeln ohne grünes oder gelbes Plastiknetz aufzuhängen, teilt die Aktion Tier mit.

Denn die Netze haben viele Nachteile. «Vögel können sich beim Fressen mit ihren Krallen verfangen und im schlimmsten Fall sterben», sagt Ursula Bauer von der Aktion Tier. Außerdem verwittern und verrotten die Netze nicht, weshalb viele Vögel sie zum Nestbau benutzen.

Bessere und umweltfreundlichere Alternativen zum Plastiknetz sind lose Futterkugeln, die Verbraucher zum Beispiel auf einen Tisch im Garten, ein Brett oder einen Baumstumpf legen können. Eine andere Möglichkeit ist, die Kugeln an einer Hanfschnur aufzuhängen oder in ein spezielles Haltersystem geben.

Nicht nur für Vögel selbst können die Kunststoffnetze zur Gefahr werden: Fallen die Netze herunter, können sich zum Beispiel kleine Wildtiere wie Mäuse darin verwickeln.

© dpa-infocom, dpa:210216-99-463510/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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