Vorsicht vor falschen Gutschein-Codes

02.10.2020
Mit Gutschein-Codes lässt sich Geld sparen. Betrüger nutzen diese allerdings auch als Lockmittel. Wer nicht aufpasst, zahlt am Ende statt zu sparen.
Wer eine Zahlung über seine Kreditkarte nicht selbst in Auftrag gegeben hat, kann die Summe vom Kreditkartenunternehmen zurückfordern. Das ermöglicht das Zahlungsdienstegesetz. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Wer eine Zahlung über seine Kreditkarte nicht selbst in Auftrag gegeben hat, kann die Summe vom Kreditkartenunternehmen zurückfordern. Das ermöglicht das Zahlungsdienstegesetz. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Wien (dpa/tmn) – Gefälschte Gutschein-Codes im Umlauf: Die Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen werden in Kommentaren unter Youtube-Videos angepriesen. Gleichzeitig wird Druck gemacht: Man solle sich beeilen, sonst sei alles weg. Dahinter verbergen sich jedoch Abo-Fallen, warnt die österreichische Informationsplattform Watchlist Internet.

Eingegeben in eine Suchmaschine, führe solch ein Code auf der Webseite ytkarten.com oder ehrenabstauber.com. Dort würden 50-Euro-Guthaben für Anbieter wie Netflix, Amazon oder Playstation vorgegaukelt. Auch hier wird Druck gemacht: Man habe nur 60 Minuten, den Code einzulösen.

Nach einem längeren Prozedere landen Interessierte letzten Endes auf einer Seite, wo ihre Kreditkartennummer abgefragt wird. Ganz unten findet sich laut Watchlist Internet ein versteckter Kostenhinweis: Es werde ein 7-Tages-Probeabo für mediafuz.com abgeschlossen, das ohne Kündigung nach sieben Tagen automatisch für 57,95 Euro pro Monat verlängert werde.

Raus aus der Abo-Falle: Rückerstattung einfordern

Was aber, wenn man in diese Falle getappt ist und bereits eine entsprechende Kreditkartenabrechnung erhalten hat? Wer Kontaktdaten des unseriösen Anbieters auf der Abrechnung findet, schreibt ihm, dass er das unrechtmäßig abgeschlossene Abo kündige, und verlangt eine Rückbuchung aller Zahlungen, rät Watchlist Internet.

Bleibt das ohne Erfolg, sollte man dem Kreditkartenanbieter mitteilen, dass man diese Abbuchungen nicht autorisiert hat. Das Zahlungsdienstegesetz schreibt vor, dass Beträge, die ohne die Zustimmung des Kartenbesitzers abgebucht wurden, vom Kreditkartenunternehmen zurückerstattet werden müssen. Möglicherweise muss auch die Kreditkarte gesperrt werden.

© dpa-infocom, dpa:201002-99-799729/2

Information von Watchlist


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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