Visafreiheit für deutsche Touristen in Usbekistan

08.01.2019
Wer nach Usbekistan reisen möchte, hat es ab Mitte Januar leichter: Für Deutsche sind dann Urlaubs-Aufenthalte von bis zu 30 Tagen in dem asiatischen Land ohne Visum möglich.
Die Barak-Khan-Koranschule (Medrese) aus dem 16. Jahrhundert ist eine beliebte Sehenswürdigkeit in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Foto: Friedemann Kohler
Die Barak-Khan-Koranschule (Medrese) aus dem 16. Jahrhundert ist eine beliebte Sehenswürdigkeit in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Foto: Friedemann Kohler

Taschkent (dpa) - Deutsche Touristen sollen von Mitte Januar an für eine begrenzte Zeit ohne Visum nach Usbekistan reisen können.

Die Visapflicht für touristische Aufenthalte von bis zu 30 Tagen Dauer werde zum 15. Januar aufgehoben, teilte das Staatskomitee für Tourismus der Ex-Sowjetrepublik in der Hauptstadt Taschkent mit. Eigentlich sollte diese Regelung erst 2021 greifen.

Für einige Länder galt sie bereits seit Februar vergangenen Jahres. Das habe sich positiv auf den Tourismus ausgewirkt, hieß es der Mitteilung, über die mehrere Medien berichteten.

Nach Angaben der Behörden besuchten im vergangenen Jahr rund 18.000 Deutsche das Land in Zentralasien. Im Jahr zuvor seien es noch 7200 gewesen. Usbekistan will mit der Visa-Erleichterung nach eigenen Angaben mehr Investoren anlocken, den Tourismus ankurbeln sowie den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch fördern.

Eine weitere tourismusfördernde Maßnahme ist ein von Staatschef Schawkat Mirsijojew unterzeichnetes Dekret, dass es nun auch unverheirateten Paaren erlaubt, in Hotels zu übernachten. Die Behörden der Ex-Sowjetrepublik haben nach einem Bericht der nationalen Nachrichtenagentur entsprechende Beschränkungen aufgehoben. Die nun gekippte Regelung hatte demnach Prostitution verhindern und den «verkommenen Lebensstil» junger Menschen bekämpfen sollen. So habe es als aufrührerisch gegolten, wenn nicht verheiratete Paare Hotelzimmer buchen wollten, hieß es. Die Mehrheit der Menschen in Usbekistan sind muslimischen Glaubens.

Seit 2016 regiert Staatschef Schawkat Mirsijojew das Land. Er betreibt politische und wirtschaftliche Reformen und hat internationale Kontakte ausgeweitet.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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