Virunga-Nationalpark im Ostkongo wiedereröffnet

25.02.2019
Im Ostkongo gefährden verschiedene Rebellengruppen die Sicherheitslage. Nachdem britische Touristen im Virunga-Nationalpark entführt wurden, schloss der Park. Jetzt wurde er zwar wieder geöffnet, das Auswärtige Amt warnt jedoch vor einer Reise in diese Region.
Berggorilla im Virunga-Nationalpark - der Park wurde Mitte Februar wiedereröffnet. Foto: Philipp Laage
Berggorilla im Virunga-Nationalpark - der Park wurde Mitte Februar wiedereröffnet. Foto: Philipp Laage

Goma (dpa/tmn) - Der Virunga-Nationalpark im Ostkongo mit seinen Berggorillas ist wieder für Touristen geöffnet. Das teilt das Auswärtige Amt (AA) in den Reise- und Sicherheitshinweisen für den Kongo mit.

Der Park war im Mai 2018 nach der Entführung eines britischen Paares für den Tourismus geschlossen worden. Die Wiedereröffnung war den Angaben zufolge Mitte Februar.

Der Virunga-Park ist für seine vom Aussterben bedrohten Berggorillas bekannt. Er liegt jedoch in einer Region, in der verschiedene Milizen aktiv sind. Das AA hat für den Ostkongo eine Reisewarnung ausgesprochen.

«Auch vor Besuchen von Nationalparks in der Region wird aufgrund konkreter Gefahren durch bewaffnete Gruppen und kriminelle Banden gewarnt», heißt es in den Reisehinweisen. Sofern Reisende trotzdem einen Besuch planen, sollten sie sich ausschließlich mit der zur Verfügung stehenden Flugverbindung direkt in den Virunga-Park begeben, rät das AA.

Insgesamt gibt es nur noch rund 1000 Berggorillas. Urlauber besuchen die Menschenaffen vor allem in Ruanda und Uganda. Beide Länder grenzen an den Ostkongo und sind politisch stabil.

Reise- und Sicherheitshinweise für den Kongo


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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