Verrücktes für Kids auf To-Do-Liste setzen

27.03.2020
Wie können es Familien schaffen, trotz eingeschränkter Umstände daheim nicht im Chaos zu versinken - oder aus Langeweile zu streiten? Eine Erziehungsexpertin sagt: Jeder Tag braucht ein Highlight.
Damit es den Kindern jetzt nicht zu langweilig zuhause wird, sollten sich Eltern jeden Tag ein kleines Highlight überlegen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Damit es den Kindern jetzt nicht zu langweilig zuhause wird, sollten sich Eltern jeden Tag ein kleines Highlight überlegen. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Fürth (dpa/tmn) - Eltern können einiges tun, um viel gemeinsame Zeit mit den Kindern angenehm zu gestalten. Wer eine To-Do-Liste hat, auf der sowohl Pflichten als auch schöne Aktivitäten stehen, der langweilt sich zum Beispiel viel weniger, sagt Dana Mundt von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke).

Bei der Planung sei nicht nur wichtig, große Aufgaben in mehrere kleine aufzuteilen und öfter abzuwechseln, sondern auch eine Besonderheit des Tages einzubauen.

Besondere Ereignisse erforderten besondere Maßnahmen. «Machen Sie zwischendrin etwas völlig Verrücktes zusammen», regt die Erziehungsberaterin an. Sie schlägt vor etwa ein Picknick auf dem Wohnzimmerboden vor.

Aus Kopfrechnen ein spaßiges Erlebnis machen

Oder eine Kopfrechnen-Schnitzeljagd durch die Wohnung. Die geht so: Altersentsprechend werden den Kindern unterschiedlich schwere Rechenaufgaben auf kleine Zettelchen geschrieben und überall in der Wohnung verteilt. «Beispielsweise zehn gelbe Zettel im Wohnzimmer, zehn grüne im Bad und zehn rote im Kinderzimmer», erklärt Mundt. Die Ergebnisse werden dann in ein zuvor erstelltes Aufgabenblatt eingetragen und addiert.

Nachdem die Summen aller versteckten Zettel ausgerechnet wurden, werden die gelben, grünen und roten Ergebnisse zu einem Endergebnis addiert. «Mit der Zahl oder dem richtigen Code öffnet sich dann der Tresor beziehungsweise die Schatzkiste und der Rechenkönig oder die Rechenkönige erwartet eine kleine Belohnung», beschreibt die Sozialpädagogin das Ende des Spiels.

Das sei aber noch nicht das Ende des Tages. Mundt schlägt vor: «Wenn alle müde von der Schnitzeljagd sind, gibt es einen Kinoabend mit selbst gemachtem Popcorn.»


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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