Vatikan lässt Katakomben wegen Corona-Ausbruch schließen

27.02.2020
Wegen der Coronavirus-Krise in Norditalien sind in den betroffenen Gebieten zahlreiche Kunst- und Kulturstätten für Besucher geschlossen. Auch der Vatikan ergreift nun weitreichende Maßnahmen.
Der Vatikan reagiert auf den Coronavirus-Ausbruch in Norditalien und lässt landesweit die christlichen katakomben schließen. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa
Der Vatikan reagiert auf den Coronavirus-Ausbruch in Norditalien und lässt landesweit die christlichen katakomben schließen. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa

Rom (dpa) - Die für Archäologie zuständige Stelle im Vatikan
teilte mit, dass die christlichen Katakomben landesweit
wegen des Sars-CoV-2-Ausbruchs für Besucher zunächst geschlossen
blieben.

Die unterirdischen Grabstätten gibt es unter anderem in Rom und
Umgebung, auf Sizilien und in der Toskana. Sie sind bei Touristen
sehr beliebt. Als Grund für die Schließung wurde angeführt, dass
Feuchtigkeit und die schlechte Belüftung für die Gesundheit von
Besuchern zur Gefahr werden könnten.

Mehrere Diözesen im Norden des Landes, wo die meisten
Infizierten registriert sind, etwa Mailand, Venedig und Padua, haben
zunächst die Gottesdienste ausgesetzt. In manchen Kirchen wurden
Weihwasserbecken geleert, in das Gläubige oft ihre Fingerspitzen
tauchen, um sich zu bekreuzigen.

Webseite römische Katakombe

Archäologisches Amt


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
In Nepal ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild Nepal stoppt Tourismuskampagne Eigentlich wollte Nepal den Tourismus im Land ankurbeln - das neuartige Coronavirus macht dem Land nun aber einen Strich durch die Rechnung.
Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verringern, hat die chinesische Hauptstadt Peking alle größeren Veranstaltungen und Tempelfeste anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes abgesagt. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa Lungenkrankheit in China: Was Reisende wissen müssen Das Coronavirus in China breitet sich weiter aus. In zahlreichen Städten der betroffenen Provinz Hubei wurde der öffentliche Verkehr eingestellt. Womit Reisende außerdem rechnen müssen.
Der Check-In Bereich am Flughafen Wien-Schwechat ist fast menschenleer. Foto: Ronald Zak/AP/dpa Österreich schließt zahlreiche Geschäfte Die österreichische Regierung kämpft mit drastischen Maßnahmen gegen das Coronavirus. Nun folgt die nächste einschneidende Stufe - die jeden im Land treffen wird.
Der Kanal Naviglio Grande in Mailand: Im Reiseland Italien haben Krankheitsfälle mit dem Krankheitsfällen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 stark zugenommen. Die Behörden versuchen, Großstädte wie Mailand durch Sperrzonen zu schützen. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Italien-Reise abgesagt: Wer Geld zurückbekommt und wer nicht Jetzt zu einem Urlaub nach Norditalien aufbrechen? Der Ausbruch der Krankheit Covid-19 verunsichert auch viele Touristen. Allerdings kann nicht jeder Urlauber ohne Stornokosten seine Reise absagen.