Urlaubsland Kroatien erhöht Verkehrsstrafen drastisch

02.08.2019
Wer sich in Kroatien im Straßenverkehr nicht benehmen kann, wird ab sofort richtig zur Kasse gebeten. Es drohen hohe Bußgelder bis zu 2700 Euro.
Wer sich in Kroatien dem Alkoholtest entziehen will, wird ab sofort richtig zur Kasse gebeten. Foto: Uli Deck/dpa
Wer sich in Kroatien dem Alkoholtest entziehen will, wird ab sofort richtig zur Kasse gebeten. Foto: Uli Deck/dpa

Zagreb (dpa/tmn) - Das Urlaubsland Kroatien erhöht seine Strafen für Verkehrsdelikte drastisch. Auch Touristen müssen sich darauf einstellen, dass vom 1. August an die Bußgelder für acht schwerwiegende Verstöße bis zu 20.000 Kuna (2700 Euro) betragen.

Darunter fallen Geschwindigkeitsübertretungen im Ortsgebiet, das Fahren unter Alkoholeinfluss, das Befahren von Autobahnen in der falschen Richtung (sogenanntes Geisterfahren),das Ignorieren einer roten Ampel oder das Verweigern eines Alkoholtests. Der Gesetzgeber hob das untere Strafmaß für diese Delikte von bisher 680 auf 1350 Euro sowie das obere Strafmaß von bisher 2000 auf 2700 Euro an.

Auch die Strafen für geringfügigere Verkehrsverstöße werden empfindlich angehoben. Das Fahren ohne Sicherheitsgurt oder das Telefonieren beim Fahren ohne Freisprechanlage kann jetzt bis zu 135 Euro kosten. Bei wiederholten schweren Verstößen kann die Polizei nun auch das Fahrzeug beschlagnahmen.

Der Gesetzgeber begründete die Verschärfung mit der hohen Zahl tödlicher Verkehrsunfällen in Kroatien. Laut Eurostat starben im Jahr 2016 in Kroatien 73 Menschen pro eine Million Einwohner im Straßenverkehr. In Deutschland waren es 39 und im EU-Durchschnitt 50 Menschen pro eine Million Einwohner.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer in einem Reisebus mitfährt, kann die Sicherheit erhöhen. Etwa indem er sich anschnallt und seine Gepäckstücke aus dem Mittelweg räumt. Foto: Jens Büttner So bleibt die Fahrt im Reisebus sicher Für Reisebusunternehmen gelten einige Sicherheitsvorschriften. Doch nicht immer liegt es an Bus und Fahrer allein, ob die Gäste gut ans Ziel kommen. Auch wer mitfährt, sollte sich an bestimmte Regeln halten.
Um in Neuseeland einen Wagen zu mieten, müssen Urlauber sich gut vorbereiten. Die Verleiher können sie abfragen. Foto: Jens Kalaene Mietwagen in Neuseeland: Urlauber können leer ausgehen Ein Auto im Ausland zu mieten, ist normalerweise kein Problem. In Neuseeland herrschen mittlerweile aber strenge Regeln. Touristen müssen sich daher gut vorbereiten.
Reiseveranstalter müssen dafür sorgen, dass sich Urlauber in einem Hotel sicher bewegen können. Fällt jedoch kurzfristig die Beleuchtung aus, haften sie bei Unfällen nicht zwangsläufig. Foto: Oliver Berg Hotelgast geht nach Sturz auf dunkler Treppe leer aus Ein Hotel muss sicher sein, und dafür hat der Veranstalter Sorge zu tragen. Doch das gilt nicht immer, wie eine Gerichtsentscheidung in einem Fall rund um eine spärlich beleuchtete Gartentreppe zeigt.
Die dänische Polizei vertärkt systematische Kontrollen. Foto: Nicole Becker Mit dem Auto über die Grenze: Dänemark weitet Überwachung aus Wer mit dem Auto über die Grenze fährt, wird wahrscheinlich gescannt: Dänemark hat die systematische Kennzeichen-Überwachung offiziell eingeführt. An 100 Orten im Land hat die Polizei Kameras installiert.