Twitter-Nutzerdaten für Werbezwecke verwendet

09.10.2019
Kürzlich einen Werbeanruf auf dem Handy bekommen? Oder lief mehr Werbespam als üblich im Mail-Postfach auf? Dann ist dafür vielleicht Twitter mit verantwortlich, wenn Sie dort aktiv sind.
Mögliche Datenpanne: Twitter-Nutzer müssen damit rechnen, dass hinterlegte Telefonnummern und E-Mail-Adressen zur Absicherung des Accounts eventuell für Werbezwecke genutzt wurden. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Mögliche Datenpanne: Twitter-Nutzer müssen damit rechnen, dass hinterlegte Telefonnummern und E-Mail-Adressen zur Absicherung des Accounts eventuell für Werbezwecke genutzt wurden. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Twitter-Nutzer müssen damit rechnen, dass hinterlegte Telefonnummern und E-Mail-Adressen zur Absicherung ihrer Accounts unter Umständen für Werbung genutzt wurden. Das betrifft etwa Handynummern, die Nutzer für die Anmeldung via Zwei-Faktor-Authentifizierung angegeben haben.

Twitter teilte mit, dass «diese Daten möglicherweise versehentlich für Werbezwecke verwendet» wurden.Dies sei «speziell in unserem Werbesystem für maßgeschneiderte Zielgruppen und Partnerzielgruppen der Fall». So könnten Werbekunden von Twitter an Telefonnummern und Mail-Adressen von Nutzern des Kurznachrichtendienstes gelangt sein.

In welchem Ausmaß Daten geflossen sind, kann Twitter aber offenbar nicht nachvollziehen. «Wir können nicht mit Sicherheit sagen, wie viele Personen betroffen waren», erläuterte das Unternehmen. Es entschuldigte sich aber bei seinen Nutzern. Personenbezogene Daten seien in keinem Fall an Werbepartner weitergegeben worden.

Der Systemfehler, durch den für Sicherheitszwecke erfasste Nummern und Adressen Werbezwecken zugeführt worden sein könnten, ist dem Unternehmen zufolge seit dem 17. September behoben. Nutzer, die Fragen zu dem Vorfall haben, können sich über ein Formular an den Datenschutzbeauftragten von Twitter wenden.

Tweet zum Vorfall

Informationen im Twitter-Hilfebereich

Formular für den Datenschutzbeauftragten von Twitter


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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