Trotz der freien Straßen mehr Zeit einplanen

02.12.2021
Zunehmende Corona-Beschränkungen sorgen am zweiten Adventswochenende für weniger Bewegung auf den Straßen. Der Wintereinbruch könnte trotzdem für Verzögerungen sorgen. Die Autoclubs mahnen zu Vorsicht.
Viel Reiseverkehr wird es am zweiten Adventswochenende wohl nicht geben. Aber winterliches Wetter und ein erhöhtes Pendleraufkommen könnten mancherorts für Verkehrsstörungen sorgen. Foto: dpa-infografik/dpa-tmn
Viel Reiseverkehr wird es am zweiten Adventswochenende wohl nicht geben. Aber winterliches Wetter und ein erhöhtes Pendleraufkommen könnten mancherorts für Verkehrsstörungen sorgen. Foto: dpa-infografik/dpa-tmn

Berlin/München (dpa/tmn) - Am zweiten Adventswochenende (3. bis 5. Dezember) raten ADAC und Auto Club Europa (ACE), aufgrund winterlicher Bedingungen etwas mehr Fahrtzeit einzuplanen. Vor der Fahrt ist dringend die Wintertauglichkeit des Fahrzeugs zu prüfen.

Insgesamt ist aber mit wenig Reiseverkehr und kaum Staus auf den Autobahnen zu rechnen. Auch der Pendlerverkehr mit etwaigen Störungen ab Freitagnachmittag dürfte milde ausfallen. Die Zahl der Baustellen ist laut ADAC stark zurückgegangen.

Voll werden könnte es am Samstag in einzelnen Innenstädten aufgrund von Adventseinkäufen, vor allem dort, wo noch Weihnachtmärkte stattfinden. In einigen Regionen verhindern die geltenden Corona-Beschränkungen den Ausflugsverkehr.

Innerhalb Deutschlands empfiehlt der ACE daher, sich vor der Abfahrt über die unterschiedlichen Bestimmungen der jeweiligen Bundesländer zu informieren. Das gelte unbedingt auch für Reisebeschränkungen und Quarantäneregeln bei Auslandsreisen. Infos dazu gibt unter anderem das Auswärtige Amt.

Auf den folgenden Strecken rechnet der ADAC mit Sperrungen:

A 1 Köln - Euskirchen (in beiden Richtungen zwischen Hürth und Erfttal)
A 1 Euskirchen - Köln (zwischen Weilerswist-West und Kreuz Bliesheim)
A 10 Nördlicher Berliner Ring (in beiden Richtungen zwischen Birkenwerder und Mühlenbeck)
A 20 Stettin - Rostock (in beiden Richtungen zwischen Tribsees und Bad Sülze)
A 61 Koblenz - Mönchengladbach (auf mehreren Streckenabschnitten)
A 66 Wiesbaden - Frankfurt (in beiden Richtungen zwischen Wiesbaden-Biebrich und Wiesbaden-Mainzer Straße)
A 293 Oldenburg Nord - Oldenburg West (zwischen Kreuz Oldenburg-Nord und Oldenburg-Etzhorn)

Für die Schweiz und Österreich erwarten die Clubs eine ähnliche Verkehrslage wie in Deutschland. Derzeit besteht in Österreich ein Verbot touristischer Übernachtungen, dadurch ist das Verkehrsaufkommen gering.

Laut den Autoclubs ist mit Kontrollen an den Grenzen zu rechnen. Neben dem ACE hält auch der ADAC Infos zu Reiseauflagen innerhalb und außerhalb Deutschlands auf seinen Seiten parat. Über die aktuellen Wartezeiten an den deutsch-österreichischen Grenzübergängen Walserberg, Kiefersfelden und Suben informiert die österreichische Infrastrukturgesellschaft Asfinag online.

Die meisten Alpenpässe seien in der kalten Jahreszeit geschlossen, so der ADAC. Ein Beispiel ist die Großglockner Hochalpenstraße, die seit 1. November nicht mehr befahrbar ist. Wintersperren, vorübergehende witterungsabhängige Sperren oder Pflichten zur Ausrüstung listet der ACE tagesaktuell online unter Alpenpässe.

© dpa-infocom, dpa:211202-99-232720/2

Stauprognose des ACE

Stauprognose des ADAC

Grenzwartezeiten

Corona-Seite ADAC

Corona-Seite ACE

Auswärtiges Amt - Corona-Reiseinformationen

ADAC-Seite zu Grenzkontrollen

ASFINAG-Grenzwartezeiten

ACE-Infos über Alpenpässe

ADAC-Winterreifenregelung für verschiedene Länder


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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