Touris zerstören Natur: Thailand sperrt Insel für Besucher

24.05.2016
In nächster Zeit ist die Insel Tachai, die zum similan Nationalpark gehört, für Touristen gesperrt. Foto: Florian Sanktjohanser
In nächster Zeit ist die Insel Tachai, die zum similan Nationalpark gehört, für Touristen gesperrt. Foto: Florian Sanktjohanser

Bangkok (dpa/tmn) - Thailand hat den Zugang zu der Insel Tachai im Similan Nationalpark nordwestlich von Phuket aus Umweltschutzgründen gesperrt. Die Natur müsse sich ungestört erholen.

«Wir haben diese Maßnahme ergriffen, bevor der Schaden nicht mehr umkehrbar ist». Das sagte Thanya Nethitammakul, Direktorin der Nationalparkbehörde, nach einem Bericht der Zeitung «Khaosod». Die kleine Insel Tachai ist vom Festland aus mit einem Schnellboot in einer Stunde zu erreichen.

Tachai war einst als Tauch- und Schnorchelparadies mit makellosen Stränden bekannt. Auf der zwölf Quadratkilometer großen Insel drängten sich aber in den vergangenen Jahren oft tausende Touristen am Strand, und Thailänder bauten unzählige Stände mit Essen und Souvenirs auf.

Der Nationalpark schließt jeweils von Mai bis Oktober wegen der Monsun-Saison. Tachai soll aber auch im Oktober für Besucher geschlossen bleiben. Lediglich zwei kleinere Tauchgebiete in der Nähe dürfen noch angesteuert werden.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Dieser Elefantenbulle ist eindeutig identifizierbar: TEP 185 erkennen Besucher an seinen individuell gezackten Ohren. Foto: Christian Selz/dpa-tmn Zu Besuch bei den Elefanten im Naturschutzgebiet Lubombo Touristen lieben sie, einheimische Bauern nicht: Elefanten. Im Naturschutzgebiet Lubombo zwischen Südafrika, Mosambik und eSwatini sollen Mensch und Tier künftig nebeneinander existieren. Nur wie?
Die «Maya Bay» soll für mindestens zwei weitere Jahre nicht für Touristen zugänglich sein. Foto: Sakchai Lalit/AP Traumstrand aus «The Beach» bleibt bis 2021 geschlossen Unter dem großen Touristenansturm auf die thailändische Traumbucht «Maya Bay» hat vor allem die Natur gelitten. Jetzt wurde die Schließung des paradiesischen Strandes um mindestens zwei Jahre verlängert.
Eine Tasche aus Schlangenleder lagert im Hauptzollamt Erfurt. Im vergangenen Jahr wurden vom Zoll bundesweit mehr als 1300 Beschlagnahmeverfahren durchgeführt. Foto: Arifoto Ug/Michael Reichel Viele Souvenirs verstoßen gegen Artenschutzbestimmungen Der Zoll beschlagnahmt jedes Jahr massenhaft Mitbringsel, die gegen Artenschutzbestimmungen verstoßen. Die Unwissenheit der Urlauber oder eine falsche Auskunft des Verkäufers schützen nicht vor Strafe. Wo Urlauber sich vorher informieren können:
Im Naturschutzgebiet Schliffkopf gibt es einen Panoramarundweg. Foto: Daniel Naupold Der Schwarzwald wird wild: Nationalpark entwickelt sich Wo Borkenkäfer keine Plage sind und Totholz einen Sinn hat, wo Kreuzotter und Auerhuhn ihren Platz finden: Im jungen Nationalpark Schwarzwald darf und soll es unordentlich zugehen. Kritik ist nur noch selten zu hören.