Tourenski zwischen Fahrspaß und Gewicht

09.10.2019
Sie sollen Skifahrer nicht nur die Piste herunter, sondern auch hinauf bringen. Bei Tourenski ist das Fahrverhalten also nicht alles. Ein Test zeigt: Es gibt für jeden Bedarf gute Modelle.
Beim Tourenski-Test prüften die Expertinnen und Experten auch die Flexibilität der Ski. Foto: Birgit Gelder/Alpin/dpa-tmn
Beim Tourenski-Test prüften die Expertinnen und Experten auch die Flexibilität der Ski. Foto: Birgit Gelder/Alpin/dpa-tmn

München (dpa/tmn) - Tourenski sollten laufruhig sein, auch auf vereisten Flächen Griff haben - und im Tiefschnee funktionieren. Zugleich sind sie möglichst leicht, damit sie Wintersportlern bei Aufstiegen nicht zur sehr zu Last zu fallen. Alles gleich gut können die Ski aber nicht.

Die grobe Regel lautet: Schwerere Modelle haben oft ein wenig bessere Fahreigenschaften, berichtet die Zeitschrift «Alpin» (Ausgabe 11/19). Empfehlenswerte Produkte gibt es aber in jeder Gewichtsklasse, wie ein Test zeigt.

Die Experten haben 21 Produkte zwischen 500 und 1000 Euro Probe gefahren. Unterteilt wurden die Ski nach einem Index, der sich aus Länge, Gewicht und Taillierung der Bretter errechnet. Damit gibt er quasi ein Flächengewicht an, das einen besseren Vergleich ermöglichen soll, weil es die Breite der Ski berücksichtigt.

Testsieger überzeugt auf Piste und im Tiefschnee

Am besten schnitt der K2 Wayback 88 ab (550 Euro),der mit einem Index von 1,38 eher zu den leichteren Modellen zählt und sowohl auf der Piste als auch im Tiefschnee überzeugt.

Wer es leichter mag und dennoch solide Fahreigenschaften sucht, findet im Rossignol Seek Seven Tour vielleicht das passende Modell. Das günstigste Modell im Test (500 Euro) empfiehlt die Zeitschrift als Preis- und Gewichtstipp (Index 1,27).

Das teuerste Modell, der Völkl BMT 90 (1000 Euro),ist laut den Experten der beste Allrounder im Test und auch ein guter Kompromiss zwischen Fahreigenschaften und Gewicht, wenngleich das Modell zu den schweren zählt (Index 1,55). Wer in erster Linie Fahrspaß möchte, dem empfiehlt die Zeitschrift den Stöckli Edge 88 (900 Euro),der auf der Piste am meisten Kantengriff und Laufruhe hat, zugleich jedoch laut dem Index (1,79) das schwerste getestete Modell ist.

Insgesamt gutes Testergebnis bei Tourenski

Neben diesen vier Modellen bekam noch der K2 Wayback 80 die Note «sehr gut». Dieser 700 Euro teure und mit 80 Millimeter Breite eher schmaler taillierte Ski schlug sich auf der Piste sowie im Tiefschnee ordentlich und ist der Leichteste im Test: Beide Ski zusammen wiegen weniger als 1,9 Kilogramm, der Index liegt bei 1,19. Zwölf weitere Modelle schnitten «gut» ab, vier waren «befriedigend».


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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