Tierschützer raten ab: Schwimmen mit Delfinen und Walen

14.06.2016
«Whale Watching» und «Dolphin Tours», diese Ausflüge werden in vielen Touristengebieten angeboten. Manchmal können Touristen mit den Tieren sogar mitschwimmen. Tierschützer raten davor ab.
Delfine voraus! «Dolphin Tours» gibt es in Florida an jeder Ecke. Foto: Verena Wolff
Delfine voraus! «Dolphin Tours» gibt es in Florida an jeder Ecke. Foto: Verena Wolff

München (dpa/tmn) - In manchen Urlaubszielen können Touristen auf kommerziellen Ausflügen zusammen mit Delfinen oder Walen schwimmen. Die Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) rät von solchen Angeboten allerdings ab.

Oft würden die Touranbieter die empfohlenen Mindestabstände zu den Tieren unterschreiten, Delfine und Wale könnten sich dadurch bedrängt fühlen. Das ist nicht ganz ungefährlich: Das Verhalten der Meeresbewohner sei nicht immer vorhersehbar. Die Tiere könnten Menschen ohne Absicht verletzen.

Eine geführte Whale-Watching-Tour sei die bessere Wahl, erklärt die WDC. Dabei werden die Tiere aus einem bestimmten Abstand vom Boot aus beobachtet. Was es bei der Auswahl des Anbieters zu beachten gilt, erklärt die Organisation in einem neuen kostenlosen Ratgeber. Er kann auf http://de.whales.org/themen/der-wdc-ratgeber-walbeobachtung bestellt werden. In dem Ratgeber steht auch, zu welcher Jahreszeit sich welche Wale in welchen Reisezielen gut beobachten lassen sowie welche Gesetze im jeweiligen Land für die Tierbeobachtung gelten.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Kahnfahrten auf einem Fließ im Spreewald sind sehr beliebt. Rund 1000 Kilometer Fließe (Wasserwege) durchziehen den Spreewald im Südosten von Brandenburg. Foto: Patrick Pleul Prospekte reichen nicht: Wo Tourismus funktioniert Der Deutschlandtourismus läuft, aber nicht in allen Ecken der Republik. Touristiker sagen, manche Regionen müssten sich besser vermarkten - und weg vom «Kirchturmdenken».
Prof. Dr. Torsten Kirstges ist Studiengangsleiter für Tourismuswirtschaft an der Jade-Hochschule in Wilhelmshaven. Foto: Kirstges/dpa-tmn Experte: Overtourism ist die Kehrseite unserer Reisefreiheit Reisen dient der Völkerverständigung? Nicht unbedingt. Viele Einheimische von Amsterdam über Mallorca bis Venedig haben genug von den Touristenmassen - und protestieren lautstark. Die Reisebranche diskutiert über «Overtourism». Was hat es damit auf sich?
Elefanten sollen in einigen Ländern Touristen anlocken. Sie treten dort etwa in Shows auf oder tragen die Gäste auf dem Rücken. Einer artgerechten Haltung entspricht dies nicht. Foto: Stephen Morrison Deutscher Reiseverband rät von Elefantentourismus ab Elefanten gelten als gutmütige Dickhäuter. Daher ziehen sie in einigen Ländern auch Urlauber an. Die Branche weiß das zu nutzen und spannt die Tiere für touristische Zwecke ein. Artgerecht ist dies nur in seltenen Fällen.
Der Urlaub soll eine unbeschwerte Zeit sein - doch wird er derzeit von Sorgen um die Sicherheit überschattet. Foto: Matthias Balk Eine Frage der Sicherheit: Veranstalter reagieren auf Ängste Ständig Berichte über neue Terroranschläge, verstärkte Kontrollen an Flughäfen: Das Thema Sicherheit auf Reisen ist so präsent wie nie. Veranstalter und Reisebüros sind gezwungen, Gefahren anzusprechen - dabei wollen sie eigentlich Traumurlaube verkaufen. Wie geht das?