Telekom: Mehr Techniker am Samstag

25.05.2016
Mit dem Ausbau der DSL-Vectoring-Technik möchte die Deutsche Telekom für ein schnelleres Internet sorgen. Auf der Hauptversammlung hatte der Telekom-Chef aber noch eine weitere Botschaft: Techniker sollen künftig öfters samstags Zeit für die Kunden haben.
Telekom-Kunden sollen künftig auch samstags einen Techniker anfordern können. Foto: Oliver Berg
Telekom-Kunden sollen künftig auch samstags einen Techniker anfordern können. Foto: Oliver Berg

Köln (dpa) - Die Deutschen Telekom will bei Kunden für mehr Zufriedenheit sorgen. Chef Tim Höttges kündigte auf der Hauptversammlung daher an, dass Techniker des Konzerns künftig auch samstags beim Kunden auftauchen sollen, damit diese sich nicht frei nehmen müssen.

An der Konkurrenz ließ Höttges im Streit um die schnelle DSL-Vectoring-Technik kaum ein gutes Haar. Beim Vectoring können etwa anstelle von Glasfaser über herkömmliche Kupferkabel Download-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Wettbewerber monieren, die Technik sei gerade im Vergleich mit Glasfaser oder Fernsehkabel rückständig und könne daher nur ein Zwischenschritt sein. Sie kritisieren aber vor allem, dass die Telekom in einem bestimmten Netzbereich das DSL-Vectoring exklusiv betreiben will.

Die Bonner führen dafür technische Gründe an. Die Bundesnetzagentur hatte dem Vorhaben zugestimmt, die EU-Kommission nimmt die Entscheidung derzeit jedoch unter die Lupe. Die Telekom führt auch ins Feld, dass die Breitbandziele der Bundesregierung für schnelleres Internet in der Fläche ohne die Technik nicht zu erreichen seien. Laut Höttges verzögert sich durch die Brüsseler Prüfung das Vectoring-Verfahren wohl um rund vier Monate.

Auch an anderer Stelle will Höttges Probleme abräumen. «Viele Kunden ärgert, dass sie für einen Termin mit der Telekom extra frei nehmen müssen», sagte er. «Wir lösen das, indem wir künftig viel mehr Termine samstags anbieten.» Damit würden auch die Wochentage entlastet und es sei mehr Auswahl von Montag bis Freitag möglich. «Dafür brauchen wir flexiblere Arbeitszeiten», sagte Höttges. Er sei optimistisch, dass die Gewerkschaften dabei mitziehen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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