Telefon-Dolmetschdienst wird für Hörgeschädigte günstiger

04.01.2019
Zum 1. Januar wurden die Gebühren für den Telefondolmetschdienst für Hörgeschädigte angepasst. Mit welchen Kosten müssen Nutzer jetzt rechnen?
Die Bundesnetzagentur hat zum Jahresbeginn die Gebühren des Telefondolmetschdienstes für Hörgeschädigte gesenkt. Foto: Ina Fassbender
Die Bundesnetzagentur hat zum Jahresbeginn die Gebühren des Telefondolmetschdienstes für Hörgeschädigte gesenkt. Foto: Ina Fassbender

Bonn (dpa/tmn) - Der von der Bundesnetzagentur bestimmte Telefondolmetschdienst für Hörgeschädigte (Tess) hat mit Jahresbeginn die Gebühren für Privatgespräche gesenkt. 

Pro Minute kosten Anrufe aus dem Festnetz nur noch 14 statt bislang 28 Cent, wie die Behörde mitteilt. Zudem entfällt die Grundgebühr in Höhe von 5 Euro monatlich. Für die berufliche Nutzung gelten andere Tarife.

Nach der Anmeldung bei Tess können Hörgeschädigte unter anderem in Gebärdensprache oder in Schriftsprache telefonieren. Für den Gebärdensprach- und Schriftdolmetschdienst wird ein Rechner oder ein Smartphone beziehungsweise Tablet mit Tess-App (Android und iOS) sowie eine Internetverbindung benötigt. Der Gebärdensprachdienst am Rechner erfordert zusätzlich eine Webcam und die Software MMX.

Hörgeschädigte, die bei Tess online sind, können auch von Hörenden angerufen werden. Diese müssen dazu die Servicenummer 01805/ 837788 wählen (14 Cent pro Minute aus dem Festnetz) und können dann vermittelt werden.

Neue Tess-Tarife

Wie man mit Tess telefonieren kann

Mitteilung der Bundesnetzagentur


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Nicht nur SMS-Schreiben ist out, auch das Telefonieren über Festnetz oder Mobilfunk ersetzen zunehmend Messenger-Dienste. Foto: Armin Weigel Verbraucher telefonieren weniger Messenger sorgen dafür, dass immer weniger SMS verschickt werden. Nun scheint auch das Telefonat immer öfter den Alleskönner-Apps zum Opfer zu fallen, wie Zahlen der Bundesnetzagentur nahelegen. Denn Messenger bieten neben der Chat- fast immer auch eine Telefoniefunktion.
Wer seinen Mobilfunkanbieter wechselt, will meist seine bisherige Rufnummer behalten. In der Regel ist eine Mitnahme problemlos möglich. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Alte Telefonnummer behalten: So klappt die Rufnummermitnahme Festnetz- und Mobilfunkanbieter rühren eifrig die Werbetrommel für bessere Konditionen. Das klingt oft verlockend. Viele Kunden scheuen sich, ihren Anbieter zu wechseln. Meist wollen sie ihre bisherige Rufnummer nicht verlieren. Doch die Sorge ist eigentlich unbegründet.
Das Smartphone hat den Festnetzapparat in Deutschland erstmals überrundet. Rund 12 Milliarden Gesprächsminuten mehr wurden 2018 im Mobilfunk telefoniert. Foto: Hauke-Christian Dittrich Deutsche telefonieren erstmals mehr mobil als vom Festnetz Das Telefonieren wird immer mobiler. Im vergangenen Jahr haben die Bundesbürger erstmals mehr vom Handy als vom Festnetztelefon angerufen. Für die schnelle Kurznachricht per SMS wird das Handy aber kaum noch genutzt.
Wer kürzlich sein Telefonat an einer öffentlichen Telefonsäule mit Kreditkarte bezahlt hat, war möglicherweise mit einer erhöhten Rechnung konfrontiert. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn Erstattung für Telekom-Kunden nach überhöhten Rechnungen Ein Festnetz-Telefonat für über 30 Euro pro Minute? Solche Rechnungen konnten Telekom-Kunden an öffentlichen Geräten bis vor kurzem bekommen - wobei die Kreditkarten-Tarife teils nicht klar erkennbar waren. Inzwischen sollen die «Fehlfunktionen» aufgearbeitet sein.