Tarifvergleich mit Sternen muss transparent sein

13.10.2020
Fünf Sterne sind super, ein Stern ist es eher nicht: Solche Bewertungen sind im Internet üblich, auch für Tarife aller Art. Allerdings darf sich nicht jeder einfach so damit schmücken.
Zum Themendienst-Bericht vom 13. Oktober 2020: Sterne-Bewertungen sind im Internet ganz normal. Sie müssen allerdings transparent sein. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Zum Themendienst-Bericht vom 13. Oktober 2020: Sterne-Bewertungen sind im Internet ganz normal. Sie müssen allerdings transparent sein. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Leipzig/Berlin (dpa/tmn) - Fünf Sterne, aber für was genau? Und von wem? Intransparente Tarifbergleiche sind rechtswidrig. Das bestätigte nun das Landgericht Leipzig ( Az. 05 O 1789/19).

In dem konkreten Fall hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) gegen einen Versicherungsmakler geklagt, der im Netz Haftpflichtversicherungen mit einem Sternesystem bewertete und verglich.

Die Angebote waren mit bis zu fünf Sternen bewertet. Je mehr Sterne, desto besser. Das Problem: Die Grundlage der Bewertung blieb verborgen. Bei dem Sterne-System handelte es sich um eine Bewertungsskala des Anbieters und nicht der Kunden, wie es bei Sternebewertungen sonst üblich ist. Das Landgericht Leipzig sah darin einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. 

© dpa-infocom, dpa:201013-99-930788/2

Link zum Urteil des LG Leipzig

Pressemeldung Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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