Staus am ehesten im Süden und auf Rückreiserouten

24.10.2019
Auch wenn mancherorts Ferien beginnen oder enden: Am Wochenende dürfte die Staugefahr auf den Autobahnen eher überschaubar bleiben. Zwei Autobahnen im Norden werden allerdings vollständig gesperrt.
Im Außenspiegel eines Autos ist ein Stau auf der Autobahn zu sehen. Foto: Martin Gerten/dpa/Illustration
Im Außenspiegel eines Autos ist ein Stau auf der Autobahn zu sehen. Foto: Martin Gerten/dpa/Illustration

München (dpa/tmn) - Das Staurisiko auf den Fernstraßen in Deutschland dürfte sich an diesem Wochenende (25. bis 27. Oktober) insgesamt in Grenzen halten. In Nord- und Ostdeutschland werden Sperrungen zweier Autobahnen allerdings viele Autofahrer dazu zwingen, auf Umleitungen auszuweichen.

So wird die Autobahn A 24 bei Neuruppin in Brandenburg aufgrund von Brückenbauarbeiten von 22.00 Uhr am Freitagabend bis 5.00 Uhr am Montagmorgen komplett gesperrt werden. Autofahrer müssen auf den örtlichen Umleitungen mit Staus und Wartezeiten rechnen.

Auch in Hamburg gibt es eine Vollsperrung vom 25. bis 28. Oktober: Dort ist die Autobahn A 7 in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Schnelsen-Nord und Eidelstedt nicht nutzbar. Der Hamburger Flughafen rief dazu auf, bei Anreisen von Süden oder bei einer Abreise per Auto in diese Richtung mehr Zeit einzuplanen oder auf die S-Bahn auszuweichen. Innerstädtisch gibt es eine Umleitung.

Auch im übrigen Bundesgebiet gibt es nach Einschätzung des Auto Club Europa (ACE) und des ADAC einige Stauschwerpunkte am Wochenende. So befürchtet der ACE vor allem für die süddeutschen Autobahnen am Freitag und Samstag eine höhere Staugefahr - in Baden-Württemberg und Bayern starten die Herbstferien.

Klassische Rückreiserouten füllen sich dagegen vor allem am Samstag und Sonntag, weil in Sachsen und Nordrhein-Westfalen die schulfreie Zeit wieder endet.

Zum Teil ist auch bereits mit winterlichem Wetter zu rechnen, etwa in den Mittelgebirgen oder den Alpen. Die Verkehrsclubs appellieren, an eine taugliche Winterausrüstung des Autos zu denken. Mehr als 500 Baustellen, die den Verkehrsfluss stören, hat zudem der ADAC gezählt.

Autofahrer müssen laut den Experten besonders auf den folgenden Strecken mit Behinderungen oder Staus rechnen - wenn nicht anders angegeben, in beiden Richtungen:

A 1 Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg- Lübeck
A 1/A 3 /A 4 Kölner Ring
A 2 Berlin - Hannover - Dortmund
A 3 Arnheim - Oberhausen - Köln - Nürnberg - Passau
A 4 Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden; in östlicher Richtung
A 5 Hattenbacher Dreieck - Karlsruhe - Basel
A 6 Kaiserslautern - Mannheim und Heilbronn - Nürnberg
A 7 Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte und Würzburg - Kassel
A 8 Karlsruhe - Stuttgart - Ulm - München - Salzburg
A 9 München - Nürnberg - Berlin
A 61 Ludwigshafen - Koblenz - Mönchengladbach
A 81 Singen - Stuttgart - Heilbronn
A 93 Kiefersfelden - Rosenheim
A 95 München - Garmisch-Partenkirchen
A 96 Lindau - München
A 99 Umfahrung München

In den benachbarten Alpenländern dürfte auf den Transitrouten der Verkehr in beiden Richtungen zwar grundsätzlich ansteigen, aber weitestgehend ohne Störungen laufen. Über Wartezeiten an der Grenze bei der Rückreise von Österreich nach Deutschland informiert die Infrastrukturgesellschaft ASFINAG auf ihrer Website. In der Schweiz drohen Staus am Wochenende vor allem auf der Gotthard-Route (A 2).

ACE-Stauprognose

ADAC-Stauprognose

Aktuelle Grenzwartezeiten der österreichischen ASFINAG

ADAC-Infoseite über "Staufallen" in Europa

ACE-Seite über die Befahrbarkeit von Alpenpässen


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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