Staugefahr am ersten Oktober-Wochenende

01.10.2020
Herbstferienstart und Tag der Deutschen Einheit: Eigentlich ist das eine perfekte Mischung für ein staureiches Wochenende. Doch auf den Fernstraßen könnte es weniger heftig zugehen, als gedacht.
Vor allem an den Grenzen ist wegen intensiver Personenkontrollen mit langen Wartezeiten zu rechnen. Foto: Georg Wendt/dpa
Vor allem an den Grenzen ist wegen intensiver Personenkontrollen mit langen Wartezeiten zu rechnen. Foto: Georg Wendt/dpa

Berlin (dpa/tmn) - Der Beginn der Herbstferien in vier Bundesländern und der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober können am Wochenende für eine angespannte Situation auf den Straßen führen.

Insbesondere auf dem Weg in die Berge, zu Seen oder zu den Küsten kann es zu Staus kommen, warnt der ADAC. Denn wer aktuell Ausflüge oder Urlaub plant, mache dies hauptsächlich innerhalb Deutschlands.

Hamburg, Hessen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern starten am Freitag (2. Oktober) in die Ferien. Der Freitagnachmittag ist nach einer Prognose des Auto Club Europa (ACE) daher auch die stauanfälligste Zeit des Wochenendes. Auch der Pendlerverkehr spiele dabei eine Rolle.

Am Samstag und Sonntag hingegen sinkt die Staugefahr laut ACE wieder. Zwar sei am Feiertags-Samstag gerade bei schönem Wetter mit erhöhtem Ausflugsverkehr zu rechnen - die Staugefahr sei aber überschaubar. Der ADAC weist außerdem auf das Feiertags-Fahrverbot für Lkw von mehr als 7,5 Tonnen hin. Zudem sei davon auszugehen, dass die Staulängen in der Herbstreisezeit «bei Weitem» keine Sommer-Dimension erreichen.

Neben den Großräumen Berlin, Hamburg, Frankfurt/Main und München ist am Wochenende insbesondere auf den Fernstraßen zu und von der Nord- und Ostsee mit Staus in beiden Richtungen zu rechnen. Außerdem auf folgenden Autobahnabschnitten:

A 1 Hamburg - Bremen
A 3 Köln – Frankfurt – Nürnberg – Passau
A 5 Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe – Basel
A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A 7 Hamburg – Hannover – Würzburg – Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A 9 Halle/Leipzig– Nürnberg – München
A 24 Hamburg – Berlin
A 93 Inntaldreieck – Kufstein
A 95/B2 München - Garmisch-Partenkirchen
A 96 München - Lindau
A 99 Umfahrung München

Der Reiseverkehr im benachbarten Ausland und dorthin dürfte wegen der Corona-Pandemie weniger stark ausfallen als im Vorjahr, schätzt der ADAC. Lebhaft werde es in Österreich und in der Schweiz am ehesten auf der Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Karawanken-, Rheintal- und Gotthard-Route. Auch die Strecken zu den Wanderzielen der Alpen könnten bei schönem Wetter stärker befahren sein.

Wer zum Wochenende einen Ausflug plant, sollte vorab Informationen über Ziel und Route einholen, mahnt der ACE. Auch kurzfristige Reisewarnungen seien möglich, außerdem könnten einzelne Gemeinden ein Anreiseverbot verhängen. An den Grenzen ist laut ADAC mit Wartezeiten durch intensive Personenkontrollen zu rechnen. Wer aus Risikoregionen nach Deutschland zurückkommt, muss sich auf das Coronavirus testen lassen und gegebenenfalls mit Verhängung einer Quarantäne rechnen.

Über die Wartezeiten an den deutsch-österreichischen Grenzübergängen Walserberg, Kiefersfelden und Suben informiert die österreichische Infrastrukturgesellschaft Asfinag online.

© dpa-infocom, dpa:200928-99-742970/3

Stauprognose des ACE

Stauprognose des ADAC

ADAC-Infos zu der Situation an den Grenzen

ASFINAG-Grenzwartezeiten

ADAC: Einreise aus Risikogebieten


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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