Startpage schlägt Google bei Stiftung Warentest

26.03.2019
Stiftung Warentest bescheinigt Google eine nutzerfreundliche Suchtechnologie. Beim Datenschutz hat jedoch die Konkurrenz die Nase vorn. Was ein Vergleich außerdem ergab:
Google-Ergebnisse - aber mit Privatsphäre: Das ist das Such-Rezept von Startpage. Foto: Robert Günther
Google-Ergebnisse - aber mit Privatsphäre: Das ist das Such-Rezept von Startpage. Foto: Robert Günther

Berlin (dpa/tmn) - Die besten Suchergebnisse liefert Google - und der Nutzungskomfort stimmt. Daran lässt auch die Stiftung Warentest keinen Zweifel, die zehn Suchmaschinen unter die Lupe genommen hat («test»-Ausgabe 4/19).

Allerdings stellten die Tester sehr deutliche Mängel in der Datenschutzerklärung fest, weshalb die Google-Suche im Vergleich insgesamt nur auf den zweiten Platz und die Note Befriedigend (2,7) kommt. Dicht gefolgt wird Google von der Suchmaschine Ecosia.org (2,8) und dem Suchangebot von Web.de (2,9).

Mit einer weißen Weste in Sachen Privatsphäre und ebenfalls guten Suchergebnissen punktet dagegen Startpage und holt sich als einziger Anbieter mit der Note Gut (2,3) den Testsieg. Im Gegensatz zu Google bietet das Suchunternehmen aus den Niederlanden auch Apps mit unkritischem Datensendeverhalten und weist keine Mängel in der Datenschutzerklärung auf.

Wie bei Google können Startpage-Nutzer Suchsprache und -land frei kombinieren, wenn sie oberhalb der Suchtreffer auf «Erweitert» klicken. Außerdem erhält man bei Startpage im Prinzip Google-Treffer, weil die Niederländer primär die Suchtechnologie des US-Konzerns nutzen - allerdings anonymisiert und schnüffelfrei.

Für ihren Vergleich starteten die Tester jeweils 50 Anfragen inklusive Tippfehlern, vagen Beschreibungen und Doppeldeutigkeiten bei allen zehn Suchmaschinen. Die Relevanz der ersten sechs Treffer wurde bewertet.

Suchmaschinen-Test


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Googlen kommt von Google. Aber man findet noch viel mehr gute Suchmaschinen, wenn man mit der Suche beginnt. Foto: Robert Günther Google, Qwandt und Co.: Was Suchmaschinen unterscheidet Googeln ist längst ein Synonym für die Suche im Internet - und das Wort steht sogar im Duden. Dabei gibt es viele Alternativen zu Google, die insbesondere in Sachen Datenschutz punkten können.
Wie kommen die Suchergebnisse eigentlich zustande? - Das fragen sich viele bei der Internet-Recherche. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Suchmaschinen besser verstehen Schnell mal googeln! Suchmaschinen sind im Alltag längst eine Selbstverständlichkeit. Welchen Einfluss das den Anbietern verleiht, sollten sich Nutzer immer wieder vor Augen führen.
Google den Rücken kehren: Für Androiden ist das nicht immer leicht, aber möglich. Foto: Franziska Gabbert Weniger Google wagen - mehr Android-Kontrolle gewinnen Alles oder nichts heißt es für Android-Smartphone-Hersteller beim Einbinden von Google-Diensten. Deshalb findet sich auf den Geräten fast immer Googles ganze App-Palette samt Suchdienst. Dagegen geht die EU-Kommission vor, aber auch Nutzer können Google Grenzen setzen.
Wer bei einer Recherche im Netz auf Operatoren setzt, sucht präziser. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn So läuft die Internetsuche runder Die Suchmaschine mit einigen Stichwörtern zu füttern führt zwar meist zum Erfolg - aber eben nicht immer. Präzisere Treffer erzielt, wer gleich mit speziellen Suchbefehlen recherchiert.