Start in Badesaison trotz «jämmerlicher Temperaturen»

29.04.2016
Deutschland friert. Doch davon lassen sich die ersten Seebäder an der Ostseeküste nicht abhalten. Auf Usedom werden ab 1. Mai die ersten Rettungstürme an der See besetzt - bei sechs Grad Wassertemperatur.
Auf Usedom werden die ersten Rettungstürme besetzt - bei sechs Grad Wassertemperatur. Foto: Stefan Sauer
Auf Usedom werden die ersten Rettungstürme besetzt - bei sechs Grad Wassertemperatur. Foto: Stefan Sauer

Heringsdorf (dpa) - Trotz der winterlich anmutenden Temperaturen starten die ersten Seebäder an diesem Wochenende in die Badesaison. Auf der Insel Usedom werden ab 1. Mai Rettungstürme in den drei Kaiserbädern besetzt.

Auch in Zinnowitz ist bereits der Wachleiter vor Ort. Kurdirektorin Monika Schillinger geht zwar davon aus, dass bei sechs Grad Wassertemperatur nur wenige Wagemutige in die Ostsee gehen. Trotzdem sagt sie: «Wir bleiben dabei.» In Heringsdorf, Ahlbeck und Bansin wird die Wasserwacht die Haupttürme bereits mit einer Crew besetzen, wie ein Sprecher der Wasserwacht sagte. 

Die DLRG-Rettungstürme in den Seebädern bleiben dagegen am ersten Maiwochenende unbesetzt. Anders als im Vorjahr habe es in diesem Jahr keine Anfragen für das erste Maiwochenende gegeben. «Die Temperaturen sind einfach zu jämmerlich», sagte der Sprecher der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG),Thorsten Erdmann. Die Ostsee habe gerade fünf bis sechs Grad. Vor einem Jahr kratzte die Temperatur der Ostsee bereits an der Zehn-Grad-Marke.

DLRG und Wasserwacht starten Mitte Mai in die Saison. Sollte es bereits zum Herrentagswochenende warm werden, will die DLRG einige Türme vorzeitig besetzen. Im Hochsommer ist die DLRG an den Küsten Mecklenburg-Vorpommern täglich mit 240 Rettungsschwimmern im Einsatz, die Wasserwacht mit 124.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Bootsbau auf der Werft der Poeler Bootsbau GmbH. Hier arbeitet auch Meister Ralf Asmus. Foto: Jens Büttner Traditionshandwerker an der Ostsee Segelmacher, Bootsbauer, Strandkorb-Schreiner und Buddelschiff-Konstrukteure: An der Küste Mecklenburg-Vorpommerns zwischen Boltenhagen und Graal-Müritz gibt es jede Menge Traditionshandwerker. Davon haben auch Urlauber etwas.
Kühlungsborn bittet zu Tisch - und an den Herd. Die Gourmettage mit Workshops und Verköstigungen haben sich fest im Eventkalender des Strandbads etabliert. Foto: Touristik-Service-Kühlungsborn Küchenparty mit Spitzenköchen: Gourmettage in Kühlungsborn  Frischer Fisch und regionale Bioprodukte, in Szene gesetzt von Meisterköchen: Kühlungsborn hat Urlaubern auch im Spätherbst einiges zu bieten - die Gourmettage bitten in die Küche und zu Tisch.
Kahnfahrten auf einem Fließ im Spreewald sind sehr beliebt. Rund 1000 Kilometer Fließe (Wasserwege) durchziehen den Spreewald im Südosten von Brandenburg. Foto: Patrick Pleul Prospekte reichen nicht: Wo Tourismus funktioniert Der Deutschlandtourismus läuft, aber nicht in allen Ecken der Republik. Touristiker sagen, manche Regionen müssten sich besser vermarkten - und weg vom «Kirchturmdenken».
Sternenhimmel über Mecklenburg-Vorpommern: Das Bundesland ist vielerorts lichtarm und lockt deshalb Astrotouristen an. Foto: Sebastian Kartheuser/dpa-tmn Auf der Suche nach der Milchstraße in Mecklenburg-Vorpommern Nur wenige Menschen sind im Winter nachts in der Mecklenburgischen Seenplatte unterwegs. Wer doch kommt, sucht oft die tiefe Dunkelheit, die in den Städten längst verloren gegangen ist. Die Region lockt Sternenbeobachter - und hofft auf eine besondere Auszeichnung.