Stalkerware nur mit Sicherheitsplan löschen

15.10.2020
Es betrifft oft Frauen, die Täter sind meist Ex-Partner: Cyberstalking ist versteckte, digitale Überwachung durch das Smartphone. Zum Teil hinterlässt solche Software aber Spuren.
Belästigung im Netz kann verschiedene Formen annehmen: Stalkerware auf dem Smartphone lässt sich an einem hohen Datenverbrauch oder an auffallend sinkender Akkuleistung erkennen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Belästigung im Netz kann verschiedene Formen annehmen: Stalkerware auf dem Smartphone lässt sich an einem hohen Datenverbrauch oder an auffallend sinkender Akkuleistung erkennen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Belästigung im Netz kann in verschiedenen Formen auftreten. Wichtig ist, dass Betroffene wissen, wie sie bestmöglich reagieren können.

Beim Cyberstalking etwa geht es um Macht und Kontrolle: Mit sogenannter Stalkerware, einer Überwachungssoftware, hat der Täter Zugang zu allem, was auf dem Handy oder Laptop des Opfers geschieht. Selbst eine Fernsteuerung sei möglich, erklärt die Initiative Deutschland sicher im Netz (DsiN).

Erste Hinweise auf Überwachungssoftware können ein überhöhter Datenverbrauch oder eine auffallend sinkende Akkuleistung sein. Auch unbekannte, nicht selbst installierte Apps sollten Verdacht wecken, schreibt die Initiative in ihrem Ratgeber «Belästigung im Netz - kompetent kontern». Insofern wird das Smartphone am besten regelmäßig auf unbekannte Apps kontrolliert. Da diese als Beweis dienen können, sollten sie aber nicht entfernt werden.

Wird Stalkerware gelöscht, ist der Täter zudem gewarnt. Der Stalker weiß dann, dass die Software deaktiviert wurde. Opfer von Cyberstalking sollten daher einen Sicherheitsplan vorbereiten. Im Idealfall holt man sich dazu Hilfe, etwa bei Organisationen, die Opfer häuslicher Gewalt unterstützen.

© dpa-infocom, dpa:201015-99-956145/2

Ratgeber von DsiN


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Wer Opfer von Cybermobbing wird, fühlt sich gedenütigt. Viele ziehen sich dann zurück. Foto: klicksafe/Maribelle Photography Problem Cybermobbing: «Die Tränen sind nicht sichtbar» Der Safer Internet Day rückt in diesem Jahr das Thema Cybermobbing in den Mittelpunkt. Was macht die Diffamierungen im Netz so gefährlich? Wie verbreitet ist das Problem bei Jugendlichen? Und welche Rolle spielen die sogenannten Bystander?
Viele Menschen hoffen, online die große Liebe zu finden. Doch nur knapp die Hälfte von ihnen versucht es auch, zeigt eine Studie des IT-Verbands Bitkom. Foto: Henrik Josef Boerger/dpa-tmn Jeder vierte User war im Netz schon auf Partnersuche Viele Menschen hoffen, online die große Liebe zu finden. Doch nur knapp die Hälfte von ihnen versucht es auch, zeigt eine Studie. Dabei sind Partnerschaftsportale beliebter als reine App-Angebote.
Viele Nutzer setzen bei der Partnersuche auf Apps. Doch Stiftung Warentest deckte nun große Mängel beim Datenschutz auf. Foto: Fabian Sommer Dating-Apps versagen im Test beim Datenschutz Dating-Apps wissen mehr über ihre Nutzer als mancher enge Freund. Doch viele Apps schützen diese Informationen nicht. Im Gegenteil: Einige Anbieter teilen intimste Details mit Werbenetzwerken.
Vorsicht, Liebesbetrüger: Sobald Opfer Vertrauen zu ihren Bekanntschaften gewonnen haben, schnappt die Falle zu. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn Internet-Bekanntschaften nie Geld leihen Liebesbetrug ist in sozialen Netzwerken eine erfolgreiche Masche. Verhaltensmuster sowie ihren Namen ändern die Betrüger allerdings selten. Wer aufmerksam ist, kann die Kriminellen so entlarven.