Spatzen retten mit Badeplätzen und Nistkästen

19.03.2020
Tschilp, tschilp, tschilp: Das Spatzenkonzert wird immer seltener. Damit man ihm auch weiter von drinnen lauschen kann, werben Vogelschützer für mehr Vogeltränken und dichte Hecken im Garten.
Der Spatz mag Trinkplätze, Staubbäder und Nistkästen. Wer das im Garten hat, kann sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch über Spatzengesang freuen. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Der Spatz mag Trinkplätze, Staubbäder und Nistkästen. Wer das im Garten hat, kann sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch über Spatzengesang freuen. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Hilpoltstein (dpa/tmn) - Allerweltsspatzen trällern zwar nicht mehr wie einst an jeder Ecke. Dafür tschilpen die Haussperlinge jetzt im Frühjahr so ausdauernd und intensiv wie sonst das das ganze Jahr nicht - über Themen wie Fressfeinde oder das Finden einer Partnerin und eines geeigneten Unterschlupfes.

Doch an Nistplätzen fehlt es laut Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) vor allem an Gebäuden, Hecken oder Wandbegrünungen.

Wer dem Spatz etwas Gutes tun möchte, könne neben dem Anbringen von Nistkästen am Haus auch viel im eigenen Garten bewirken. Der LBV empfiehlt, eine dichte Hecke oder eine blütenreiche Wiese mit einheimischen Wildpflanzen anzulegen. Auch über eine Vogeltränke und einen Staubbadeplatz freuen sich die geselligen Vögel.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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