So wird der Seestern im Aquarium kein Kannibale

13.03.2020
Seesterne gelten als exotische Hingucker in Aquarien - doch nicht jeder ist auch für jedes Becken geeignet. Bei falscher Haltung können die Tiere sogar zu Kannibalen werden.
Seesterne sind Hingucker im Aquarium. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
Seesterne sind Hingucker im Aquarium. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) - Der Seestern fasziniert mit leuchtenden Farben, seine Form sieht aus wie gemalt. Damit ist er ein Hingucker im Meerwasseraquarium - aber auch ein anspruchsvolle Mitbewohner.

Wer sein Aquarium mit dem bunten Tier aufhübschen möchte, sollte sich vor der Anschaffung vor allem Gedanken machen, wie es im Becken genug zum Fressen findet, empfiehlt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH).

Viele Seestern-Arten überleben nur in gut gereiften, großen Riffaquarien, in denen sie eine Vielzahl an Blumentieren und Algen finden. Gerade Algenbeläge mit den darin enthaltenen Kleintieren sind für Seesterne wie ein Buffet. Bekommen sie nicht genug davon, kann es zu Kannibalismus kommen, sagt der Biologe Daniel Konn-Vetterlein.

Deswegen sollten auch nicht zu viele Seesterne in einem Aquarium gehalten werden. Einige Arten wie der Kissenseestern werden zudem bis zu 40 Zentimeter groß und bedienen sich dann vor allem an bewegungsunfähigen Mitbewohnern wie Anemonen und Korallen. Seesterne fressen aber nicht nur andere Tiere, sie werden auch selbst schnell zur Beute bestimmter Fische und Garnelen, sagt der Experte.

Ein ganz anderes Problem blüht Haltern von Gänsefuß-Seesternen - einer Art, die sich ungeschlechtlich fortpflanzt und stark vermehrt. Binnen kürzester Zeit können sie das Riffaquarium überschwemmen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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