So verschwinden die privaten Daten vom Smartphone

16.04.2020
Naht der Abschied, sollte man sich noch einmal Zeit für sein Smartphone nehmen. Denn nur wer das Gerät vor dem Weggeben ordentlich löscht, behält die Kontrolle über seine Daten.
Bei vielen Smartphones gibt es spezielle Löschoptionen: Damit weg auch wirklich weg ist. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Bei vielen Smartphones gibt es spezielle Löschoptionen: Damit weg auch wirklich weg ist. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn)  - Ein Smartphone aus der Hand geben, ohne den Speicher sicher gelöscht zu haben? Das birgt ein großes Datenschutz-Risiko – egal ob, das Telefon verschenkt, verkauft oder verschrottet wird.

Zuvor sollte man alle eventuell noch vorhandenen Daten von Fotos bis hin zu Nachrichten sichern. Zumindest jene, die man behalten möchte. Und: Nicht vergessen, die SIM-Karte und - falls vorhanden - die Speicherkarte (SD-Karte) zu entfernen, rät das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Einfach löschen reicht meistens nicht aus

Aber weg ist nicht immer auch sicher weg. Denn um den Speicher des Smartphones sicher zu löschen, genügt es nicht immer, das Gerät einfach nur auf den Werkszustand zurückzusetzen, warnt das BSI.

Damit keine Daten wiederhergestellt werden können, sollte in den Einstellungen des Mobilgerätes unter dem Punkt Sicherheit die Datenverschlüsselung aktiviert werden, falls noch nicht geschehen. Erst danach führt ein Zurücksetzen des Smartphones dazu, dass keine Daten mehr ausgelesen werden können. Für Tablets gilt das gleiche Prozedere.

Viele Altgeräte schlummern in den Schubladen

Einer aktuellen Umfrage von Bitkom Research zufolge werden in den Haushalten hierzulande fast 200 Millionen alte Mobiltelefone ungenutzt gehortet. Fast zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten gaben an, in der Vergangenheit schon einmal ein Handy oder Smartphone entsorgt oder verkauft zu haben.

Davon hatte aber noch nicht einmal jede oder jeder Dritte (29 Prozent) das Gerät zurückgesetzt, um die darauf vorhandenen Daten zu löschen. Befragt worden waren 1004 Menschen ab 16 Jahren.

BSI-Tipps zum sicheren Löschen von Mobilgeräten

Bitkom-Studie


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
KRACK sorgt für Verdruss bei Internetnutzern. Wer aber konsequent auf HTTPS-Verbindungen achtet, ist weiter sicher im Netz unterwegs. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Lücke in WLAN-Verschlüsselung: Was Nutzer wissen sollten Drahtloses Internet hat inzwischen einen ähnlichen Stellenwert wie Strom, Wasser oder Gas. Das WLAN soll verfügbar sein und reibungslos funktionieren. Nun verunsichert eine gravierende Sicherheitslücke in der WLAN-Verschlüsselung WPA2 die Nutzer. Was ist zu tun?
Achtung Nepp: Im Fahrwasser der Corona-Krise dümpeln allerlei Cyberkriminelle. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn Diese Cybercrime-Fallen lauern in der Corona-Krise Große Ereignisse oder Krisen rufen auch Online-Kriminelle auf den Plan. Zur Corona-Krise haben sie im Netz längst ihre Fallen aufgestellt. Tappen Sie nicht hinein!
Das Verschieben von Daten in den Papierkorb oder das Formatieren schaffen zwar neuen Speicherplatz - aber die Daten sind immer noch da. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn Löschen ist nicht gleich löschen Immer wieder werden auf Online-Marktplätzen Computer oder Mobilgeräte angeboten, auf denen noch - teils sensible - Daten zu finden sind. Verkäufer sollten wissen, wie man Speicher sicher löscht.
«Cyber Security» ist ein wichtiges Thema auf der CeBIT Messe in Hannover. Foto: Ole Spata Wo das Handy zum Verräter wird: Bedrohung der Hightech-Welt Der normale Bürger wird dank der sozialen Medien immer transparenter. Auf der Hightech-Messe CeBIT fordern Experten und Verbraucherschützer daher einen benutzerfreundlicheren, wirksameren Datenschutz.