So trainieren Sie erwachsenen Hunden das Bellen ab

20.01.2022
Der Postbote nähert sich oder ein tierischer Spielgefährte: Anlässe für alarmierendes oder freudiges Bellen gibt es oft für Hunde. Doch übermäßiges Gekläffe lässt sich durch Training reduzieren.
Nicht nur Welpen kann man das Bellen abtrainieren, das geht auch bei erwachsenen Hunden. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn
Nicht nur Welpen kann man das Bellen abtrainieren, das geht auch bei erwachsenen Hunden. Foto: Florian Schuh/dpa-tmn

Düsseldorf (dpa/tmn) - Bellen ist ein natürliches Kommunikationsmittel von Hunden – doch wird der Vierbeiner oft übermäßig lautstark, kann ihm dies abtrainiert werden. Das sei auch bei erwachsenen Hunden möglich, wie der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) in Düsseldorf informiert.

«Lernen funktioniert in jedem Alter», sagt IHV-Hundeexpertin Nadja Kopp. Zunächst müsse herausgefunden werden, weshalb der Hund bellt – aus Unsicherheit, Aggression oder Aufregung? Will er Aufmerksamkeit, das Territorium verteidigen oder doch nur spielen? Abtrainieren lasse sich Bellen mit ähnlichen Methoden wie bei einem Welpen. Es könne aber Geduld erfordern, wenn sich Verhaltensstrukturen schon sehr gefestigt haben. 

Schlägt der Hund zum Beispiel stets Alarm, wenn jemand durchs Treppenhaus geht, kann ihm durch ein Kommando klar gemacht werden, dass die Situation in Ordnung ist. Dazu verweise man den Hund zum Beispiel auf seinen Platz, so Kopp. «Je entspannter wir das trainieren, desto weniger aufgeregt wird der Hund mit der Zeit auch sein.»

© dpa-infocom, dpa:220120-99-782164/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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