Smartphoneversicherung auf versteckte Fallen überprüfen

18.03.2016
Wer sein Smartphone gegen Schäden oder Diebstahl versichert, wähnt sich auf der sicheren Seite. Aber im Kleingedruckten stecken häufig ungeahnte Fallen. Von Selbstbeteiligung bis hin zu extrem strikten Bedingungen.
Totalschaden: Gute Smartphoneversicherungen sollten ohne Eigenbeteiligung im Schadens- oder Verlustfall auskommen. Foto: Emily Wabitsch
Totalschaden: Gute Smartphoneversicherungen sollten ohne Eigenbeteiligung im Schadens- oder Verlustfall auskommen. Foto: Emily Wabitsch

München (dpa/tmn) - Eine Handyversicherung ist schnell verkauft, oft gibt es die vermeintlichen Sorglospakete gleich im Laden dazu. Vor einem Vertragsabschluss sollte man sich aber die Zeit nehmen, einmal gründlich durch die Versicherungsbedingungen zu lesen.

Darauf weist die Zeitschrift «Chip» nach einem Vergleich der führenden Anbieter hin. Denn die Leistungen der einzelnen Policen unterscheiden sich häufig.

Zum Beispiel bei der Finanzierung eines Ersatzgeräts im Schadens- oder Verlustfall. Statt des Kaufpreis eines Neugeräts zahlen manche Anbieter nur einen selbst berechneten Zeitwert. Und der kann sehr unterschiedlich ausfallen. Ein untersuchter Anbieter zahlt beispielsweise schon am Tag eins nach dem Erwerb höchstens 50 Prozent des Kaufpreises, andere senken den Betrag laufend ab - je älter das Gerät ist.

Große Unterschiede gibt es auch bei der Selbstbeteiligung. Gute Verträge kommen meist ohne Eigenanteil bei Totalschäden, Diebstahl oder Reparaturen aus. Andere verlangen hingegen zwischen 30 und 70 Euro oder einen festen Prozentsatz des Kaufpreises.

Auch beim Diebstahlschutz lohnt ein genauer Blick. Denn längst nicht jedes mögliche Diebstahlszenario ist abgesichert. In allen untersuchten Verträgen greift der Versicherungsschutz nur zweifelsfrei, wenn das Gerät aus einer Hosen-, Jackeninnentasche oder einer geschlossenen Handtasche gestohlen wird.

Die Experten warnen außerdem davor, Versprechen von Verkäufern im Laden oder den Werbetexten auf den Webseiten der Versicherer zu viel Glauben zu schenken. Am Ende sei entscheidend, was im Vertrag steht. Und hier gibt es gute Nachrichten: Die meisten Versicherer im Vergleich kamen mit einer bis vier Seiten Kleingedrucktem aus.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Gelegenheit macht Diebe. Damit das Smartphone nicht so leicht aus der Handtasche geklaut werden kann, rät die Polizei zu Reißverschlüssen und auch dazu, die Tasche mit der Öffnung zum Körper zu tragen. Foto: Karolin Krämer/dpa-tmn Checkliste: Was tun gegen Smartphone-Klau? Ein Smartphone ist schnell geklaut. Doch zum Glück gibt es viele Tricks, mit denen Besitzer sich schützen oder den Schaden wenigstens begrenzen können – vom Reißverschluss bis zur Verschlüsselung. Nur von speziellen Versicherungen lässt man besser die Finger.
Wer mit dem Auto liegen bleibt und Hilfe braucht, kann sie per App ordern. Foto: Armin Weigel Pakoo: Pannenhilfe-App der Versicherer Ein Klick zur Hilfe im Verkehr: Wer einen Unfall oder eine Panne hat, braucht keine Notrufsäule suchen. Eine kostenlose App kann den Kontakt zur Pannenhilfe herstellen.
Käufer einer Prepaid-Sim-Karte müssen seit Juli ihre Identität nachweisen. Die Karte können sie teils im Laden oder Zuhause am Computer freischalten lassen. Foto: Paul Zinken/dpa-tmn Ausweiskontrolle beim Prepaidkartenkauf: einfach war gestern Mit dem simplen Kauf von Prepaid-SIM-Karten ist es seit Juli vorbei: Kunden müssen ihre Identität nun mit ihrem Ausweis an der Discounterkasse oder online nachweisen. Was Kriminelle treffen soll, bringt Verbrauchern einen Mehraufwand.
Internet, Handy, Festnetz und manchmal sogar auch noch TV – Kombitarife verbinden mehrere Leistungen eines Anbieters. Manche Kunden können dadurch jeden Monat Geld sparen, werben die Anbieter. Aber die Pakete lohnen sich nicht für jeden. Foto: Andrea Warnecke Alles aus einer Hand: was Telko-Kombitarife taugen Internet, Handy, Festnetz und manchmal sogar auch noch TV - Kombitarife verbinden mehrere Leistungen eines Anbieters. Manche Kunden können dadurch jeden Monat Geld sparen, werben die Anbieter. Aber die Pakete lohnen sich nicht für jeden.