Sizilien plant Schnelltests bei Einreisen

28.09.2020
Sizilien wurde bisher nicht als Risikogebiet eingestuft. Für Einreisende aus Deutschland gibt es auch keine Quarantänepflicht. An einige Regeln müssen sich Urlauber künftig trotzdem halten.
Sizilien will seine Besucher künftig mit einem Corona-Schnelltest empfangen. Foto: picture alliance / dpa
Sizilien will seine Besucher künftig mit einem Corona-Schnelltest empfangen. Foto: picture alliance / dpa

Palermo (dpa) - Immer mehr Regionen in Italien verschärfen ihre Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona-Ansteckungen. So kündigte Sizilien den Start von Schnelltests für alle aus dem Ausland einreisenden Menschen an.

Außerdem soll ab Mittwoch (30. September) auf der Mittelmeerinsel im Freien eine Maskenpflicht für alle Personen über sechs Jahre gelten, sobald ein fremder Mensch in der Nähe ist. Diese Maßnahmen kündigte Regionalpräsident Nello Musumeci am Sonntag an. «Wir kommen mit dem Beginn der Grippesaison in eine heikle Phase der Epidemie», erläuterte er am Abend auf Facebook.

Die Maßnahmen gelten zunächst bis 30. Oktober. Außerdem müssen Einreisende aus dem Ausland sich auf einer Internetseite der Region anmelden - oder beim Arzt. Bei der Ankunft soll man etwa an Flughäfen und in Häfen Corona-Schnelltests machen.

Die süditalienische Region Kampanien hatte vergangene Woche die Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Freien erlassen. Diese gilt rund um Neapel zunächst bis zum 4. Oktober. Auch in Teilen der ligurischen Hafenstadt Genua muss die Schutzmaske inzwischen im Freien getragen werden. In ganz Italien gilt die Maskenpflicht in Geschäften, Zügen und anderen geschlossenen Räumen. Auf öffentlichen Plätzen mit Gedränge soll zwischen 18.00 und 6.00 Uhr ein solcher Schutz getragen werden.

Die Ferieninsel Sardinien war dagegen Mitte September vorerst mit dem Versuch gescheitert, bei der Einreise einen negativen Corona-Test zu fordern. Ein Verwaltungsgericht hatte dem Einspruch der Regierung Italiens stattgegeben. Rom sah die Reisefreiheit eingeschränkt.

Insgesamt waren am Sonntag in 24 Stunden in Italien 1766 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der insgesamt registrierten Fälle auf rund 310.000. Die Behörden zählten seit Februar mehr als 35.800 Covid-19-Tote.

© dpa-infocom, dpa:200928-99-740195/3

Neue Regelung Region Kampanien

Aktuelle Corona-Übersicht Italien

Regionalpräsident Nello Musumeci auf Facebook;Italienisch


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Der Vatikan reagiert auf den Coronavirus-Ausbruch in Norditalien und lässt landesweit die christlichen katakomben schließen. Foto: Andrew Medichini/AP/dpa Vatikan lässt Katakomben wegen Corona-Ausbruch schließen Wegen der Coronavirus-Krise in Norditalien sind in den betroffenen Gebieten zahlreiche Kunst- und Kulturstätten für Besucher geschlossen. Auch der Vatikan ergreift nun weitreichende Maßnahmen.
Passanten gehen auf der Brücke «Pont de Bir-Hakeim», mit Blick auf den Eiffelturm. Foto: Philippe Lopez/AFP/dpa Urlaubsziele in Europa vor dem Neustart Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Hält der Trend bei den Corona-Infektionszahlen an, könnten in Europa viele Grenzen ab 15. Juni wieder offen sein. Urlauber und Tourismusbranche schöpfen Hoffnung.
Spaziergänger auf der Strandpromenade in Barcelona. Foto: Thiago Prudencio/ Reisewarnung für Teile Spaniens: Barcelona betroffen Erst vor knapp sechs Wochen wurde die Reisewarnung für Spanien aufgehoben. Jetzt wird sie wegen einer Welle von Neuinfektionen teilweise reaktiviert - ein weiterer Schlag für die Tourismusbranche des Landes.
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie macht das schwer betroffene Spanien weiter Fortschritte. Doch der Tourismus werde vor Jahresende nicht wieder in Gang kommen, warnt die Regierung. Foto: Clara Margais/dpa Der Sommerurlaub steht auf der Kippe Gerade erst hat das Coronavirus den Osterurlaub über den Haufen geworfen. Jetzt gerät auch der Sommerurlaub in Gefahr - vor allem für diejenigen, die ins Ausland wollen.