See Genezareth nach Regenfällen fast wieder voll

08.05.2020
Der See Genezareth gehört zu den bedeutendsten Pilgerorten Israels. In den vergangenen Jahren galt das Gewässer jedoch vom Austrocknen bedroht. Nun ließen starke Regenfälle den Pegel wieder steigen.
Der See Genezareth ist ein Anziehungspunkt für christliche Pilger. An den Ufern des biblischen Gewässers verbrachte Jesus nach christlicher Überlieferung seine Jugendjahre. Foto: Abir Sultan/EPA/dpa-tmn
Der See Genezareth ist ein Anziehungspunkt für christliche Pilger. An den Ufern des biblischen Gewässers verbrachte Jesus nach christlicher Überlieferung seine Jugendjahre. Foto: Abir Sultan/EPA/dpa-tmn

Tel Aviv (dpa) - Jahrelang hat der Tiefstand des Sees Genezareth Sorgen bereitet - doch nach starken Regenfällen in den letzten Monaten ist das Wasserreservoir im Norden Israels nun fast voll.

Es sei ein Pegel von 208,90 Metern unter dem Meeresspiegel gemessen worden, teilte die israelische Wasserbehörde nun mit. Es fehlten nur noch knapp zehn Zentimeter bis zum Höchststand. Im Jahre 2017 war der Pegel nach jahrelanger Dürre noch auf ein Rekordtief gesunken, 214 Meter unter dem Meeresspiegel.

Der See Genezareth ist der am tiefsten gelegene Süßwassersee der Erde. Israels wichtigste natürliche Wasserquelle wird gespeist durch Zuflüsse, die aus Syrien und den besetzten Golanhöhen kommen, darunter der Jordan.

Der See Genezareth ist auch ein Anziehungspunkt für christliche Pilger. An den Ufern des biblischen Gewässers verbrachte Jesus nach christlicher Überlieferung seine Jugendjahre. Hier vollbrachte er laut der Bibel zahlreiche Wunder und die «wundersame Brotvermehrung», bekehrte Simon Petrus, wanderte über das Wasser und hielt seine berühmte Bergpredigt. Zahlreiche Kirchen am Ufer des Sees sollen die vielen Wundertaten Jesu bezeugen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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