Schwanzwedeln beim Hund ist nicht immer Freude

01.02.2021
Vom Hund schwanzwedelnd begrüßt zu werden, ist ein schönes Erlebnis für den Hundehalter. Tatsächlich ist das Wedeln laut Tierexperten aber nicht immer gleichbedeutend mit Freude.
Interpretationsspielraum: Auch Rasse und Wesen eines Hundes können die Art und Weise, wie er sein Rute bewegt, beeinflussen. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn
Interpretationsspielraum: Auch Rasse und Wesen eines Hundes können die Art und Weise, wie er sein Rute bewegt, beeinflussen. Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Schwanzwedeln beim Hund gilt als Inbegriff der Freude - doch das ist es gar nicht immer. Mit der Rute drückt der Hund zwar Emotionen aus, erläutert Hundeverhaltensexpertin Katja Krauß in ihrem Buch «Emotionen beim Hund sehen lernen». Jedoch bedeutet das Wedeln nicht grundsätzlich freudige Stimmung. Vielmehr ist das Tier aufgeregt.

Weitere Informationen über das Vorgehen im Hund lassen sich aus der Höhe, auf der die Rute getragen wird und der Geschwindigkeit ablesen, mit der der Hund sie bewegt. Vielleicht ist er auch ängstlich oder aggressiv gestimmt.

Als Faustregel gilt: Je langsamer und sanfter die Rute schwingt, desto geringer die Anspannung. Bei hoher Anspannung ist die Rutenbewegung schnell mit kurzem Ausschlag. Trägt der Hund die Rute hoch aufgerichtet ohne Bewegung so ist er ebenfalls sehr angespannt - meist zeigt er sich so in direkter Konfrontation.

Ein freudiger Hund wedelt meist hoch und mit viel Bewegung, manchmal sogar fast kreisend, erklärt Krauß. Doch auch tief gehaltene Ruten mit schneller Bewegung können vorkommen. Deshalb gilt: Um die Anspannung und emotionale Lage des Tiers wirklich richtig zu interpretieren, müssen Halter das Wesen, die gesamte Anatomie und die übrige Körpersprache des Hundes mit in Betracht ziehen.

© dpa-infocom, dpa:210201-99-253019/2


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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