Schiefes Köpfchen heißt «Kraul mich!»

13.02.2019
Aufplustern, Hacken, Köpfchen neigen: Kanarienvögel haben ihre eigenen Gesten und Töne, um zu kommunizieren. Auch für Halter kann es sich lohnen diese zu kennen. So weiß man, ob es den Tieren gut geht.
Wenn ein Kanarienvogel sein Köpfchen schief hält und seinen Partner mit einem Auge beobachtet, möchte er von diesem gekrault werden. Foto: Caroline Seidel
Wenn ein Kanarienvogel sein Köpfchen schief hält und seinen Partner mit einem Auge beobachtet, möchte er von diesem gekrault werden. Foto: Caroline Seidel

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wenn ein Kanarienvogel-Männchen singt, kann das nur drei Gründe haben: Er markiert sein Revier, wirbt um ein Weibchen oder macht Begleitmusik zum Nestbau, erklärt der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH).

Auch bestimmte Gesten und Bewegungen haben ihre Bedeutung. Hält einer der Vögel etwa das Köpfchen schief und beobachtet seinen Partner mit einem Auge, sei dies eine Aufforderung zum Kraulen.

Sitzt ein Kanarienvogel dagegen auf einem Bein, ist er entspannt und fühlt sich wohl. Aufplustern und den Kopf ins Gefieder stecken kann ebenfalls ein Ausdruck der Behaglichkeit sein. In der Sprache der Kanarienvögel ist laut IVH Hacken mit dem Schnabel dagegen eine aggressive Geste.

Das Schnabelwetzen ist häufig eine Beschwichtigungsgeste, kann aber auch lediglich eine Reinigungshandlung sein. Gegenseitige Gefiederpflege und Schnäbeln sind Zeichen der Zuneigung unter Kanarienvögeln.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Freischwebende Äste sind eine gute Möglichkeit, um Kanarienvögel im Käfig oder in der Voliere zu beschäftigen. Foto: Markus Scholz Kanarienvögel richtig beschäftigen Wenn Kanarienvogel einzeln gehalten werden, sollten Halter für Beschäftigung sorgen. Die quietschgelben Vögel sind neugierig und brauchen viel Abwechslung.
Vögel lieben Sonnenstrahlen. Foto: Soeren Stache Regelmäßig: Vögel brauchen ein Sonnenbad Vögel in der freien Natur haben es einfacher: Sie können sich ein sonniges Plätzchen suchen, wann immer sie wollen. Haustiere nicht. Deshalb sollte der Halter für ein regelmäßiges Sonnenbad sorgen.
Beliebte Haustiere: Wellensitiche sitzen entspannt auf Ästen. Foto: Uwe Zucchi/Archiv Im Herbst frische Beeren für Vögel sammeln Wer Vögel als Haustiere hält, kann jetzt eine natürliche Abwechslung in den Speiseplan der gefiederten Freunde bringen. Im Herbst gibt es zahlreiche Beeren, die über mehrere Monate haltbar gemacht werden können. Das frische Futter hat gleich mehrere Vorteile.
Wer ein herrenloses Tier findet, sollte das melden. Foto: Frank Rumpenhorst Zugelaufen: Finder müssen Tiere zügig melden Teckeldame Bonnie war im Jahr 2012 ihren Besitzern weggelaufen. Urlauber aus München fanden die Hündin und nahmen sie einfach mit nach Hause, ohne den Fund zu melden. Wohl ein Fehler.