Radfahrer in Tirol melden Bären nahe der deutschen Grenze

19.07.2022
In der österreichischen Gemeinde Langkampfen wurde ein Bär gesichtet. Dies ist in dem Gebiet nicht zum ersten Mal vorgekommen. Wer den Tieren begegnet, sollte stehen bleiben und durch Reden auf sich aufmerksam machen.
Wer einen Bären sieht, sollte stehen bleiben und das Tier durch Reden und Bewegen der Arme auf sich aufmerksam machen. Foto: Armin Weigel/dpa/Archiv
Wer einen Bären sieht, sollte stehen bleiben und das Tier durch Reden und Bewegen der Arme auf sich aufmerksam machen. Foto: Armin Weigel/dpa/Archiv

Langkampfen (dpa) - Auf einem Forstweg nahe der deutschen Grenze wollen drei Radfahrer in Österreich am Wochenende einen Bären gesehen haben. Es sei niemand verletzt worden, teilte das Land Tirol mit.

Das Tier hielt sich nach diesen Angaben auf dem Forstweg «Bärenbad» bei Langkampfen im Tiroler Bezirk Kufstein auf. Das Gebiet liegt rund zehn Kilometer südwestlich der Gemeinde Kiefersfelden im Landkreis Rosenheim an der österreichischen Grenze.

In der Region hatte eine Wildkamera bereits im Juni einen Bären aufgenommen. Bei einem dort kurz darauf gerissenen Schaf wurde ein Bär genetisch als Angreifer identifiziert.

Wer in einem Gebiet unterwegs ist, in dem es vermutlich Bären gibt, soll auf den Wanderwegen bleiben und sich bei Unsicherheit durch Reden oder Singen bemerkbar machen, wie die Behörden raten. Wer einen Bären sieht, solle stehen bleiben und das Tier durch Reden und Bewegen der Arme auf sich aufmerksam machen. «Rennen Sie nicht weg und versuchen Sie nicht, sich ihm zu nähern. Versuchen Sie keine drohenden Gesten und unkontrollierten Bewegungen zu machen. Bewerfen Sie den Bären auch nicht mit Gegenständen. Verzichten Sie auf den Bärenschnappschuss, ziehen Sie sich besser langsam zurück», raten die Tiroler Behörden.

© dpa-infocom, dpa:220718-99-63752/6


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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