Polizeiportal gegen Viren, Phishing und Lösegeld-Erpresser

17.03.2016
Immer öfter legen Schadprogramme bundesweit Computer lahm. Die Polizei bietet inzwischen Hilfe gegen Betrug im Netz an. Außerdem beantwortet sie online Fragen rund um Viren und Phishing.
Auf ihrer Webseite polizei-praevention.de gibt die Polizei Niedersachsen Tipps zum Umgang mit Onlinekriminalität. Screenshot: Polizei-Praevention.de Foto: Polizei-Praevention.de
Auf ihrer Webseite polizei-praevention.de gibt die Polizei Niedersachsen Tipps zum Umgang mit Onlinekriminalität. Screenshot: Polizei-Praevention.de Foto: Polizei-Praevention.de

Berlin (dpa/tmn) - Plötzlich ist der Zugang zum Computer gesperrt. Auf dem Bildschirm steht eine vermeintliche Botschaft der Polizei: Wegen illegalen Downloads seien 100 Euro Strafe fällig. Doch dahinter stecken nicht die Ordnungshüter, sondern Kriminelle, die es auf eines abgesehen haben:

Geld gegen persönliche Daten. Gegen Internet-Betrüger bietet die niedersächsische Polizei auf «polizei-praevention.de» ihre Hilfe an. Auch persönliche Fragen können auf der Online-Plattform gestellt werden - natürlich nicht nur von Bewohnern Niedersachsens.

Mails mit gefälschten Rechnungen, Viren im Anhang oder die Lösegeldsoftware «Locky»: Auf ihrer Ratgeberseite zu Internetkriminalität warnt die Polizei nicht nur vor neuen Gefahren aus dem Netz. Sie informiert auch über nützliche Fragen zum Umgang mit Smartphone, Tablet oder Computer: Was ist Phishing? Wie funktioniert sicheres Onlinebanking? Wie richtet man ein sicheres Passwort ein? Und wann verstoßen Nutzer gegen das Urheberrecht?

Opfern von Lösegeldprogrammen raten die Experte etwa: nicht zahlen, sondern die Erpresser anzeigen. Wie das geht, erklärt die Polizei ausführlich in ihrer Rubrik «Weg zur Strafanzeige».


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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