Plattenspieler im Test: Fast alle Geräte sind «gut»

21.09.2021
Seit einiger Zeit sind Plattenspieler wieder voll in Mode. Genießer schätzen die Entschleunigung beim Auflegen der Musik. Doch welche Geräte taugen was?
Die Stiftung Warentest kürt den Magnat MTT 990 zum besten unter 16 Plattenspielern. Foto: Stiftung Warentest/dpa-tmn
Die Stiftung Warentest kürt den Magnat MTT 990 zum besten unter 16 Plattenspielern. Foto: Stiftung Warentest/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - Plattenspieler liegen wieder voll im Trend. Wichtigster Unterschied: Wird das Gerät per Hand, halb- oder vollautomatisch bedient? Gerade für Anfänger sind Vollautomaten sinnvoll, da bei diesen Modellen die Nadel nicht von Hand auf die Platte gesetzt werden muss. Das schont sowohl Nadel als auch Vinyl.

In Sachen Handhabung sollte man wissen, dass die Geräte nach dem Kauf nicht sofort einsatzbereit sind. Einige Bauteile müssen zunächst mit Fingerspitzengefühl montiert und justiert werden, sagt Stiftung Warentest. Das habe bei den Geräten aber problemlos geklappt.

Das günstigste Gerät im Test ist ideal für Einsteiger

Zudem gibt es bei der Ausstattung teils große Unterschiede: So können drei Testgeräte via Bluetooth mit kabellosen Kopfhörern gekoppelt werden, fünf spielen auch Schellackplatten ab und vier haben einen USB-Anschluss, mit dessen Hilfe sich die Schallplatten digitalisieren lassen.

Das Urteil: Den besten Ton hat der Rega Planar 3 (950 Euro). Weil sich dessen Abspielgeschwindigkeit nur umständlich ändern lässt, geht der Testsieg aber an den Magnat MTT 990 (900 Euro). Dieser überzeugt mit leichter Inbetriebnahme und einem guten Sound. Ideal für Einsteiger sei das günstigste Gerät im Test: der Sony PS-LX310BT (190 Euro),da er vollautomatisch funktioniert sowie simpel zu bedienen und einzurichten ist.

© dpa-infocom, dpa:210920-99-290352/4


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Minimalistisch kommt der Rega Planar 1 (rund 380 Euro) daher. Foto: Rega Die Rückkehr des Plattenspielers mit digitalen Elementen Abermillionen Songs, jederzeit verfügbar, selbst auf dem Smartphone: Musik ist digital geworden. Aber mancher Musikfan geht den anderen Weg und setzt wieder auf das gute alte Vinyl. Doch selbst bei Plattenspielern hinterlässt die Digitalisierung Spuren.
Wandschmuck: Thomson zeigt auf der IFA einen Plattenspieler, der vertikal befestigt wird. Foto: Alexander Heinl/dpa-tmn Aufhängen, mitnehmen und träumen: Plattenspieler auf der IFA Der eine hängt an der Wand, der nächste steckt im Koffer und spielt auch Kassetten ab, und wieder ein anderer ist vermutlich kaum zu bezahlen: Die Rede ist von neuen Plattenspielern, von denen es auf der IFA viele zu entdecken gibt.
Wer seinen alten Plattenspieler reaktiviert, sollte sich den Tonarm genauer anschauen und prüfen, ob das Tonarmlager auch frei beweglich ist. Foto: Bernd Thissen/dpa/dpa-tmn So dreht sich der Plattenspieler wieder Die Lust auf Schallplatten nimmt seit Jahren immer weiter zu. Wer noch einen Plattenspieler eingelagert hat, kann diesen leicht wiederbeleben. Doch nicht jeder Aufwand lohnt sich.
Am Ende des Tonabnehmersystems sitzt die Abtastnadel, die durch die Rillen fährt und dann und wann ebenfalls gereinigt werden sollte. Foto: Andreas Huwald Worin die Kunst der Platten-Pflege besteht Schallplatten sind angesagt: Seit einigen Jahren werden die Tonträger nicht nur aus den Kisten hervorgeholt, sondern auch wieder neu gekauft. Doch wie behandelt man seine alten und neuen LPs möglichst pfleglich?