Phishing-Seiten gaukeln mit grünem Schloss Sicherheit vor

29.11.2018
Für viele Internet-Nutzer sind Phishing-Seiten nur schwer zu identifizieren, denn Betrüger greifen zu vielfältigen Tricks, um vertrauenswürdig zu wirken. Dazu gehört unter anderem das grüne Schloss in der Adresszeile. Wofür steht es wirklich?
Das grüne Vorhängeschloss in der Adresszeile sagt nichts über die Vertrauenswürdigkeit der Inhalte auf einer Webseite aus. Foto: Lino Mirgeler
Das grüne Vorhängeschloss in der Adresszeile sagt nichts über die Vertrauenswürdigkeit der Inhalte auf einer Webseite aus. Foto: Lino Mirgeler

Hannover (dpa/tmn) - Von einem grünem Schloss in der Adressleiste ihres Browsers sollten sich Internetnutzer nicht in Sicherheit wiegen lassen. Denn dieses Zeichen zeigt nicht an, dass eine Website sicher ist.

Signalisiert wird damit nur, dass der Datenverkehr, den der Nutzer mit der Seite hat, verschlüsselt ist und nicht von Dritten mitgelesen werden kann. Dazu kommt, dass laut eines Sicherheitsforschers mehr als die Hälfte der Phishing-Seiten im Netz so ein grünes Schloss nutzen, um für die Nutzer vertrauenswürdig zu scheinen, wie «heise online» berichtet.

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt, dass für Phishing-Seiten häufig gesicherte Verbindungen (HTTPS) verwendet werden, um Sicherheit vorzugaukeln.

Nutzern bleiben nur Wachsamkeit und Misstrauen, um sich dagegen zu wappnen. So können Phishing-Seiten dem Original oft sehr ähnlich sein, aber unübliche Zusätze etwa in Form von Zahlen enthalten, so das BSI, das online eine umfassende Liste zum Erkennen von Phishing bereitstellt.

Phishing ist ein Kunstwort und meint das Abfischen von Passwörtern (Password fishing). Dafür fälschen Betrüger zum Beispiel Internetseiten, auf denen sie die Eingabe persönlicher Daten wie Passwort oder Kreditkartennummer verlangen. Oft schicken sie auch E-Mails, um Nutzer auf die gefälschten Seiten zu locken. Erkennen sie diese Masche nicht, geben sie ihre Daten dort an die Betrüger weiter.

Bereicht "Heise Online"

Tipps des BSI zum Erkennen von Phishing


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Anhang öffnen? - Niemals, wenn man so etwas nicht erwartet oder den Absender nicht kennt. Foto: Karolin Krämer Die größten Bedrohungen im Netz Ob Ransomware, Phishing oder Adware - so reich das Internet an Möglichkeiten ist, so zahlreich sind auch die Gefahren und digitalen Stolperfallen, die im Netz lauern. Doch niemand ist ihnen schutzlos ausgeliefert - wenn er die Bedrohungen erkennt.
Der Akku hält länger, wenn ungenutzte Programme im Hintergrund abgeschaltet werden. Neuere Smartphones haben schon im Betriebssystem viele Stromsparoptionen, die bei mehr Ausdauer helfen. Foto: Andrea Warnecke Fünf Tipps für den Smartphone-Schutz Mit dem Smartphone ist es wie mit dem eigenen Körper: Ein guter Schutz kann den täglichen Begleiter vor schädlichen Viren oder hässlichen Kratzern bewahren. Mit ein paar Tipps lebt das Handy länger.
KRACK sorgt für Verdruss bei Internetnutzern. Wer aber konsequent auf HTTPS-Verbindungen achtet, ist weiter sicher im Netz unterwegs. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Lücke in WLAN-Verschlüsselung: Was Nutzer wissen sollten Drahtloses Internet hat inzwischen einen ähnlichen Stellenwert wie Strom, Wasser oder Gas. Das WLAN soll verfügbar sein und reibungslos funktionieren. Nun verunsichert eine gravierende Sicherheitslücke in der WLAN-Verschlüsselung WPA2 die Nutzer. Was ist zu tun?
Wer seine Daten sicher verschlüsseln will, benötigt unbedingt ein gutes Passwort. Foto: Andrea Warnecke Der Schutz der Daten fängt auf dem eigenen Rechner an Wer seine Daten vor den Augen und dem Zugriff Fremder schützen will, muss sie verschlüsseln. Das klingt schwieriger als es ist, den eigentlich bringt Windows dafür schon alles mit. Wem das nicht reicht, für den gibt es gute und kostenlose Lösungen.