«Paradise Killer» ist ein Krimi mit Flair

06.10.2020
Ein Mordanschlag, eine einsame Ermittlerin - so beginnen viele Krimis. Doch was, wenn die Verdächtigen rote Skelette sind oder Doctor Doom Jazz heißen? Dann muss es «Paradise Killer» sein.
Paradies - oder Hölle? Auf dieser Insel gehen Spielerinnen und Spieler in «Paradise Killer» auf Mörderjagd. Foto: Kaizen Game Works/Fellow Traveller/dpa-tmn
Paradies - oder Hölle? Auf dieser Insel gehen Spielerinnen und Spieler in «Paradise Killer» auf Mörderjagd. Foto: Kaizen Game Works/Fellow Traveller/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) - «Paradise Killer» ist ein ganz ungewöhnliches Open-World-Krimiabenteuer, das aus der Ego-Perspektive erzählt wird.

Der Clou: Das Indie-Abenteuer spielt auf einer der Realität entrückten Insel namens Paradise, deren Bewohner tausende von Jahren leben. Entsprechend schräg und eigenwillig ist das Spiel. Schlecht ist es deswegen aber nicht, im Gegenteil.

Ein Mord - und viele Verdächtige

Das beginnt schon mit dem Namen der Protagonistin: Spielerinnen oder Spieler übernehmen die Rolle der Ermittlerin Lady Love Dies. Die schmort eigentlich im Exil, wird nun aber zurückgeholt. Denn auf den Rat, der über die Geschicke der Insel wacht, wurde ein Mordanschlag verübt. Wer könnte dahinterstecken?

Im Laufe der Ermittlungen zeigt sich schnell: Verdächtige gibt mehr als es genug, kaum jemand auf der Insel scheint nicht in das Mordkomplott verwickelt. Und so wird Lady Love Dies - und mit ihr die Spielerin oder der Spieler - in eine zunehmend komplizierte Geschichte rund um Götter, Dämonen und andere große Themen hineingezogen.

Bunte Schale, harter Kern

Um den kniffligen Fall zu lösen, erkunden Spielerinnen oder Spieler Paradise aus der Ego-Perspektive, suchen nach Hinweisen und verhören Zeugen und Verdächtige - darunter so schillernde Charaktere wie das Skelett Sam Day Break oder Inselarzt Doctor Doom Jazz. So bunt und quirlig wie die Charaktere ist auch die Inszenierung, komplett mit Comic-Grafik und Pop-Funk-Soundtrack.

Hobby-Ermittlerinnen und -Ermittler sollten sich aber nicht täuschen lassen: Die Geschichte von «Paradise Killer» ist bei allem oberflächlichen Unfug eher ernst - und wer in der Rolle von Lady Love Dies erfolgreich sein will, muss einiges an Hirnschmalz in die Mörderjagd investieren, um in dem Wirrwarr aus Motiven, Alibis und Verdächtigen eine Lösung zu finden.

«Paradise Killer» von Kaizen Game Works und Fellow Traveller ist für Nintendo Switch und den PC erschienen. Es kostet etwa 20 Euro. Achtung: Ohne gute Englisch-Kenntnisse macht das Spiel keinen Spaß - eine deutsche Version gibt es zurzeit nicht.

© dpa-infocom, dpa:200929-99-755671/3


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN

Passende Anbieter

Das könnte Sie auch interessieren
Gefahr von Malware-Befall: Nach dem Supportende Mitte Januar 2020 versorgt Microsoft Windows 7 nicht mehr mit Sicherheitsupdates. Foto: Robert Günther Die Tage von Windows 7 sind gezählt - Wie geht es weiter? Ein gutes Jahrzehnt hat Windows 7 auf dem Buckel. Trotzdem läuft das Betriebssystem noch auf Millionen Rechnern weltweit. Doch bald lässt Microsoft den Support auslaufen. Nutzer müssen handeln.
Wilder Ritt auf dem Säbelzahntiger: Takkar kann als sogenannter Bestienmeister auf die Unterstützung verschiedener Tiere zählen. Foto: Ubisoft Eule statt Granate: Mit «Far Cry Primal» in die Steinzeit Tiere jagen, Kräuter sammeln und Camp für Camp die Welt erobern. An vielen Stellen ist «Far Cry Primal» genau wie andere Episoden der Erfolgsserie. Schusswaffen gibt es allerdings keine. Denn diesmal führt die Abenteuerreise Computerspieler in die Steinzeit.
Für viele geht es beim Cheaten einfach um das gute Gefühl, anderen überlegen zu sein. Hier treten Spieler in «World of Warcraft» gegeneinander an. Caroline Seidel/dpa-tmn Foto: Caroline Seidel Wie Cheats die Videospiel-Welt vergiften Betrüger gibt es überall, auch in der Welt der Videospiele. Mit sogenannten Cheats verschaffen sich manche Spieler unfaire Vorteile - sehr zum Leidwesen anderer. Doch der Kampf gegen Cheater ist ein ewiges Wettrüsten mit ungewissem Ausgang.
Tauchen mit den Walen: Die Meeresriesen sind in «Beyond Blue» lebensecht animiert - das macht Sequenzen wie diese besonders beeindruckend. Foto: E-Line Media/dpa-tmn «Beyond Blue»: Ein Tauchabenteuer für Naturfreunde Frei nach Isaac Newton ist das, was wir nicht wissen, ein Ozean. Gegen dieses Unwissen kann etwas unternommen werden - in «Beyond Blue» zum Beispiel, einem etwas anderen Abenteuerspiel.