Owncloud bekommt Ableger: Mit Nextcloud zum Onlinespeicher

09.06.2016
Wer zu Hause einen Cloud-Server selbst einrichten möchte, bekommt mit Nextcloud ein neues Programm dafür. Die Software ermöglicht es, sowohl über den Heimrechner als auch über Smartphone oder Tablet an die gespeicherten Daten zu gelangen.
Cloudspeicher kann man daheim mit einem Internetrechner und der passenden Software selbst einrichten. Ein dafür entwickeltes Programm ist etwa Nextcloud. Foto: Ole Spata
Cloudspeicher kann man daheim mit einem Internetrechner und der passenden Software selbst einrichten. Ein dafür entwickeltes Programm ist etwa Nextcloud. Foto: Ole Spata

Berlin (dpa/tmn) - Die freie Onlinespeicher-Suite Owncloud bekommt einen Ableger namens Nextcloud. Mit der Software können Anwender einen Internetrechner daheim in Eigenregie zum Cloud-Server für Dateien, Kalender und Kontakte umfunktionieren.

Die Daten lassen sich dann sowohl per Browser-Weboberfläche als auch über Client-Software für Desktop-Rechner und Apps für Mobilgeräte aufrufen und synchronisieren. Eine erste Version der Nextcloud-Suite soll in einigen Wochen veröffentlicht werden.

Hintergrund der Abspaltung sind Differenzen der Entwickler über den Fortgang des Projekts. Beide Suiten funktionieren zweigleisig: Eine Community entwickelt das kostenlose und frei verfügbare Programm weiter, und über ein Unternehmen wird etwa Firmenkunden kostenpflichtiger Support angeboten.

Die auch Forks genannten Ableger sind bei freien Software-Projekten keine Seltenheit. Eine bekannte Abspaltung ist etwa das Office-Paket LibreOffice. Es entstand Ende 2010, als Entwickler mit der Ausrichtung des Ausgangsprojektes OpenOffice nicht mehr zufrieden waren und fortan eigene Wege gingen.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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