«Nomoreransom.org»: Aufklärung über Erpressungs-Trojaner

04.08.2016
Trojaner gehören zu den hartnäckigsten Viren auf dem Computer. Seit einiger Zeit gibt es auch Trojaner, die Geld für die Entschlüsselung der gestohlenen Daten fordern. Eine Internetseite will darüber aufklären und liefert zudem Werkzeuge zum Dechiffrieren.
Wie man sich vor Erpresser-Trojanern schützt und sie auch wieder los wird, zeigt die Webseite «nomoreransom.org». Screenshot: nomoreransom.org Foto: nomoreransom.org
Wie man sich vor Erpresser-Trojanern schützt und sie auch wieder los wird, zeigt die Webseite «nomoreransom.org». Screenshot: nomoreransom.org Foto: nomoreransom.org

Berlin (dpa/tmn) - Erpressungs-Trojaner sind hinterhältige Computerviren. Erst verschlüsseln sie persönliche Daten auf infizierten Computern, dann fordern sie Geld für deren Entschlüsselung. Zahlt man nicht, sind die Daten meist unrettbar verloren. Zahlt man, unterstützt man Kriminelle.

Eine Garantie, dass die Daten wiederhergestellt werden, gibt es nicht. Um Computernutzer aufzuklären und mit wirkungsvollen Hilfsmitteln gegen Erpressungstrojaner auszustatten, haben unter anderem Europol und die niederländische Polizei die Webseite « Nomoreransom.org» ins Leben gerufen.

Neben allgemeinen Informationen zur Arbeitsweise der Computererpresser gibt es in englischer Sprache auch konkrete Hilfe. Betroffene Nutzer können mit Hilfe des «Crypto Sheriffs» erkennen, welcher Trojaner auf ihrem Rechner sitzt. Für viele gängige Schädlinge gibt es auch gleich Entschlüsselungswerkzeuge als Downloads und Anleitungen, wie man sie richtig benutzt. Und damit ein Rechner erst gar nicht infiziert wird, gibt es in der Rubrik «Prevention Advice» auch nützliche Tipps zum Absichern des Computers.

Webseite "Nomoreransom.org"


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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