Niederlande verhängen erneut die Maskenpflicht

03.11.2021
Mit Beginn der dunklen Jahreszeit verschlechtert sich in vielen Ländern Europas wieder die Corona-Lage. Die Niederlande regieren nun mit einer erneuten Maskenpflicht. Worauf sich Besucher einstellen müssen:
Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aufgrund des Coronavirus wird an allen öffentlich zugänglichen Orten in den Niederlanden wieder zur Pflicht. Foto: sem Van Der Wal/ANP/dpa/Archiv
Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aufgrund des Coronavirus wird an allen öffentlich zugänglichen Orten in den Niederlanden wieder zur Pflicht. Foto: sem Van Der Wal/ANP/dpa/Archiv

Den Haag (dpa) - Angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen verschärfen die Niederlande erneut die Corona-Maßnahmen. Die Maskenpflicht wird wieder für alle öffentlich zugängliche Orte wie Geschäfte oder Friseure eingeführt, kündigte Ministerpräsident Mark Rutte in Den Haag an.

Auch der Corona-Pass wird für mehr Orte verpflichtend. Bürger sollen auch wieder den Sicherheitsabstand von 1,5 Meter wahren.

Erst vor gut einem Monat hatte das Land viele Maßnahmen aufgehoben und etwa die 1,5 Meter-Regel abgeschafft. Daraufhin waren die Infektionszahlen schnell gestiegen. Die Lage gilt nun als ernsthaft, es gilt die höchste Warnstufe. Rutte appellierte an die Bürger, sich an die Regeln zu halten. «Alles hängt von unserem eigenen Verhalten ab».

Maskenpflicht an zahlreichen Orten

Menschen müssen nicht mehr nur in Gaststätten, Kinos und Theatern nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Der Corona-Pass gilt dann auch etwa für Sportclubs, Fitnesscenter und Zoos. Masken müssen künftig auch wieder in Bibliotheken, auf Bahnhöfen, in Krankenhäusern und an Hochschulen getragen werden.

In den vergangenen sieben Tagen war die Zahl der Infektionen um 39 Prozent im Vergleich zur Vorwoche auf fast 54.000 gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 313. In den Krankenhäusern wurden in den vergangenen sieben Tage etwa 50 Prozent mehr Covid-Patienten eingeliefert, so viel hatte es seit Mitte Mai nicht gegeben, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM mit. Inzwischen ist die Lage an vielen Krankenhäusern so prekär, dass erneut hunderte Operationen abgesagt wurden.

Auch die Zahl der Todesopfer nimmt den Angaben zufolge zu. In der vergangenen Woche starben 102 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion. Etwa 20 Prozent der Niederländer über 12 Jahre sind nicht geimpft.

© dpa-infocom, dpa:211103-99-846167/2

Zahlen des RIVM


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Passanten gehen auf der Brücke «Pont de Bir-Hakeim», mit Blick auf den Eiffelturm. Foto: Philippe Lopez/AFP/dpa Urlaubsziele in Europa vor dem Neustart Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Hält der Trend bei den Corona-Infektionszahlen an, könnten in Europa viele Grenzen ab 15. Juni wieder offen sein. Urlauber und Tourismusbranche schöpfen Hoffnung.
Ein gebrauchter Mundschutz mit Resten von Lippenstift liegt am Strand vor der Strandpromenade von Westerland auf Sylt. Foto: Christian Charisius/dpa Was Reiselustige in Europa beachten müssen Für ein paar Tage haben Ende der Woche alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland gleichzeitig frei. Ab in den Urlaub also? In den größten Teilen Europas ist das möglich. Dabei gilt es aber Einiges zu beachten.
Tourismusexperten erwarten in der Krise keine generellen Preiserhöhungen. Foto: Stefan Sauer/dpa Urlauber können mit stabilen Preisen rechnen Wegen der Corona-Krise sind Flugreisen noch mit vielen Unsicherheiten verbunden. Daher dürften in diesem Sommer besonders Urlaubsziele in Deutschland und in den Nachbarländern sehr gefragt sein. Werden die Unterkünfte dort jetzt teurer?
Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss für die Rückkehr nach Deutschland einen Corona-Test machen. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/dpa-tmn Das kosten die Corona-Tests in Europa für Touristen Wer nicht geimpft oder von einer Corona-Erkrankung genesen ist, braucht bei der Rückkehr nach Deutschland einen Test. Dafür zahlt man als Tourist im Ausland meistens Geld - teilweise nicht gerade wenig.