Neue Online-Übersicht zu verbotenen Urlaubssouvenirs

11.04.2019
Wer von einer Urlaubsreise zurückkehrt, bringt als Erinnerungsstück oder Geschenk gern Souvenirs mit. So manches kann allerdings für Ärger sorgen. Eine Liste des Zolls und Bundesamtes für Naturschutz soll aufklären:
Ein vom Zoll beschlagnahmter Elefantenfuß liegt am Flughafen Nürnberg im Rahmen einer Präsentation vom Zoll und Bundesamt für Naturschutz (BfN) zu unerlaubten Urlaubssouvenirs auf einem Tisch. Foto: Daniel Karmann
Ein vom Zoll beschlagnahmter Elefantenfuß liegt am Flughafen Nürnberg im Rahmen einer Präsentation vom Zoll und Bundesamt für Naturschutz (BfN) zu unerlaubten Urlaubssouvenirs auf einem Tisch. Foto: Daniel Karmann

Nürnberg (dpa/tmn) - Eine neue Online-Übersicht zeigt Urlaubern, bei welchen Souvenirs ihnen Ärger droht. Zu finden ist das Angebot von Zoll und Bundesamt für Naturschutz (BfN) unter www.artenschutz-online.de.

«Reisende erfreuen sich an der Artenvielfalt ferner Länder, doch viele Tiere und Pflanzen stehen unter Schutz», betonte BfN-Präsidentin Beate Jessel bei der Vorstellung am Mittwoch in Nürnberg. Wer Souvenirs nach Deutschland mitbringen will, sollte sich deshalb genau über die Artenschutzbestimmungen informieren.

Im vergangenen Jahr wurden vom Zoll bundesweit mehr als 1300 Beschlagnahmeverfahren wegen geschützter Tiere und Pflanzen oder deren Bestandteile durchgeführt. Oft würden Reisenden Handtaschen aus Schlangenleder, Korallen sowie ausgestopfte oder in Alkohol eingelegte Tiere und exotische Pflanzen als Souvenirs angeboten.

Die meisten Verstöße wurden an den großen internationalen Flughäfen festgestellt, aber auch per Post werden immer wieder artengeschützte Exemplare wie etwa geschützte Schmetterlinge beschlagnahmt. Wer gegen die Artenschutzbestimmungen verstößt, muss mit Bußgeld oder sogar einem Strafverfahren rechnen.

Online-Übersicht zum Artenschutz


Verfasser: dpa-infocom GmbH

KEYWORDS

TEILEN


Das könnte Sie auch interessieren
Eine Tasche aus Schlangenleder lagert im Hauptzollamt Erfurt. Im vergangenen Jahr wurden vom Zoll bundesweit mehr als 1300 Beschlagnahmeverfahren durchgeführt. Foto: Arifoto Ug/Michael Reichel Viele Souvenirs verstoßen gegen Artenschutzbestimmungen Der Zoll beschlagnahmt jedes Jahr massenhaft Mitbringsel, die gegen Artenschutzbestimmungen verstoßen. Die Unwissenheit der Urlauber oder eine falsche Auskunft des Verkäufers schützen nicht vor Strafe. Wo Urlauber sich vorher informieren können:
Das Einführen von Reptilienleder ist verboten. Bei einem Verstoß gegen die Artenschutzbestimmungen kann Urlaubern ein Strafverfahren drohen. Foto: Sebastian Willnow/dpa Kleine Urlaubsmitbringsel können großen Ärger bereiten Muscheln vom Strand oder exotische Artikel aus dem Souvenir-Shop sind beliebte Reiseerinnerungen. Doch immer wieder bekommen Urlauber deswegen bei der Rückreise Probleme. Grund ist in vielen Fällen ein Verstoß gegen die Artenschutzbestimmungen.
Wer exotische Souvenirs aus dem Urlaub mitbringt, sollte den Artenschutz beachten. Der Handel mit geschützten Tieren und Pflanzen sowie Waren draus ist untersagt. Foto: Peter Kneffel Artenschutz und Freimengen: Was beim Zoll zu beachten ist Schmuck im Wert von 3000 Euro, 300 Zigaretten oder drei Flaschen Spirituosen: Solche Mitbringsel können nicht einfach zollfrei aus dem Urlaub nach Hause gebracht werden. Bei tierischen Produkten und antiken Gegenständen gilt höchste Vorsicht - hier drohen Strafen.
Vom Zoll sichergestellt wurde diese Schnitzerei aus Elfenbein. Die Einfuhr zahlreicher Arten - egal ob lebend oder präpariert - ist vielfach gesetzlich verboten. Foto: Boris Roessler Auf tierische Souvenirs besser verzichten Reisende in ferne Länder sollten beim Kauf von Andenken aufpassen. Viele der angebotenen Souvenirs aus Naturmaterialien sind per Gesetz geschützt. Bei Einfuhr kann es zu Strafen kommen.