Neue Nutzer digitaler Dienste bleiben nach Corona-Krise

26.05.2020
In Zeiten von Kontaktbeschränkungen und geschlossener Läden greifen viele Verbraucher auf Online-Dienste zurück. Wird sich das Konsumverhalten dadurch nachhaltig ändern? Das Ergebnis einer Umfrage deutet darauf hin.
Wer wegen der Corona-Maßnahmen auf Online-Banking umgestiegen ist, hat vor, den digitalen Dienst auch zukünftig zu nutzen. Das ergab eine Umfrage des Beratungsunternehmens McKinsey. Foto: Jens Kalaene/dpa
Wer wegen der Corona-Maßnahmen auf Online-Banking umgestiegen ist, hat vor, den digitalen Dienst auch zukünftig zu nutzen. Das ergab eine Umfrage des Beratungsunternehmens McKinsey. Foto: Jens Kalaene/dpa

Berlin (dpa) - In der Corona-Krise haben viele Menschen in Deutschland zum ersten Mal neue digitale Dienste ausprobiert - und wollen sie laut einer Umfrage größtenteils weiternutzen. Gut drei Viertel der Erstnutzer digitaler Kanäle (77 Prozent) kündigten das an, wie die Erhebung des Beratungsunternehmens McKinsey ergab.

Am höchsten war dabei die Absicht zum Bleiben beim Online-Banking mit 86 Prozent und am Niedrigsten beim Lebensmittelkauf übers Internet mit 63 Prozent.

Für die Umfrage wurde die Nutzung von digitalen Angeboten aus zehn Bereichen abgefragt - darunter auch Versicherungen, Reisen, Unterhaltung, Bekleidungskauf. Vor der Krise nutzte eine Person digitale Kanäle im Schnitt aus 2,1 dieser Branchen - jetzt seien es 4,6. Am höchsten war der Anstieg in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen mit einem Sprung von 2,4 auf 6 Bereiche. Auch bei den über 65-Jährigen gab es aber eine Verdoppelung auf durchschnittlich 3,3 Branchen.

Fast jeder Vierte neue Nutzer (23 Prozent) digitaler Angebote gab dabei der Umfrage zufolge sein Geld für Unterhaltung aus, gefolgt vom Online-Kauf von Bekleidung (19 Prozent) und Lebensmitteln (17 Prozent). McKinsey befragte für die repräsentative Erhebung Anfang Mai mehr als 1200 Menschen aus Deutschland im Alter zwischen 18 und 85 Jahren.


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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