Neue Notebooks und Tablets vom Mobile World Congress

01.03.2017
Smartphones stehen beim Mobile World Congress klar im Mittelpunkt. Doch es gibt auch neue Notebooks, Tablets und Hybridgeräte. Samsung zaubert außerdem noch ein neues Oberklasse-Tablet aus dem Hut.
Zum Zeichnen auf dem Touchscreen legt Samsung dem Galaxy Book einen S Pen genannten Eingabestift bei. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn
Zum Zeichnen auf dem Touchscreen legt Samsung dem Galaxy Book einen S Pen genannten Eingabestift bei. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Barcelona (dpa/tmn) - Eigentlich dreht sich in Barcelona alles um Smartphones und Mobilfunk. Doch immer mehr Hersteller zeigen auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress (27. Februar bis 2. März) auch tragbare Computer, Tablets und Kombinationen aus beiden Gerätegattungen. Ein Überblick:

HP richtet sich mit seinem Pro x2 612 G2 an professionelle Anwender. Der Tablet-PC mit Windows 10, Zeichenstift und Klappständer erinnert mit seiner magnetisch befestigten Tastatur ein wenig an Microsofts Surface, lässt sich aber auch für Arbeit in gesicherten Umgebungen umrüsten und soll unempfindlich gegenüber Stürzen, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen sein. Der Preis: ab rund 880 Euro aufwärts.

Ein ähnliches Design verfolgt auch Samsung beim Galaxy Book, das zur Jahresmitte hin in zwei Größen (10,6 und 12 Zoll) angeboten wird. Die komplette Hardware des Tablet-PCs mit Windows 10 steckt in der Displayeinheit. Die Tastatur steckt in der Schutzhülle, die auch als Aufstellhilfe dient. Ein weiterentwickelter Eingabestift (S Pen) für Notizen und Zeichnungen auf dem Touchdisplay gehört zum Lieferumfang. Während das kleinere Modell mit einem Core-m3-Prozessor auskommt, steckt im 12-Zöller ein Doppelkern-Core-i5 mit 3,1 Gigahertz. Genaue Preise hat Samsung noch nicht genannt.

Auch Lenovo zeigt in Barcelona ein Notebook, das dem sogenannten Detachable-Prinzip folgt, also ein Gerät mit abnehmbarem Tablet-Bildschirm. Das Miix 320 mit 10,2 Zoll großem Full-HD-Display wird von einem Intel-Atom-Prozessor angetrieben und soll bis zu zehn Stunden ohne Steckdose auskommen. Für 300 Euro, respektive 400 Euro mit LTE-Modem kommt das Einsteigergerät im April in den Handel.

Mehr Rechenleistung bieten die Notebooks Yoga 520 und 720. In 13, 14, und 15 Zoll verfügen alle Geräte als sogenannte Convertibles über einen um 360 Grad klappbaren Touchbildschirm mit Stifteingabe. Während die 520er-Modelle etwas schwerer und günstiger sind, geht es bei der 720er-Serie um kleinere Abmessungen und geringeres Gewicht. Im Spitzenmodell Yoga 720 (15 Zoll) stecken je nach Ausstattung Intel Core-i7-Prozessoren, die Nvidia-Grafikkarte Geforce GTX 1050 und ein 4K-Display (3840 zu 2160 Pixeln). Für die biometrische Identifikation gibt es einen Fingerabdrucksensor. In der genannten Konfiguration kostet das Yoga 720 rund 1100 Euro (ab April).

Vielleicht nicht für den Massenmarkt, aber allemal interessant ist das Porsche Design Book One. Der erste Computer des schwäbischen Designbüros greift sowohl das Detachable- als auch das Convertible-Konzept auf. Die Bodeneinheit mit Tastatur und großem Akku und der als Tablet nutzbare Bildschirm lassen sich trennen. Zudem verfügt das Book One über Convertible-Fähigkeiten: Man kann die Tastatur um bis zu 360 Grad klappen, und das Gerät so beliebig aufstellen, um etwa mit dem mitgelieferten Stift auf dem Display zu zeichnen. Möglich macht das ein Scharnier mit großen Zahnrädern, für das sich die Designer nach Unternehmensangaben von einem Schaltgetriebe inspirieren ließen. 2795 Euro soll das ab April verfügbare Aluminium-Notebook im Porsche Design kosten.

Auch neue Tablets fehlen auf der Messe nicht. Schon vor den für März erwarteten neuen iPads von Apple platziert Samsung sein neues Galaxy Tab S3 am oberen Ende der Preis- und Leistungsskala. Das 9,7-Zoll-Gerät mit Metallrahmen und Glasrücken richtet sich an Film-Fans, Tablet-Spieler und Kreative. Zum Zeichnen liegt ein überarbeiteter S Pen bei. Kosten: 700 respektive 750 Euro für die LTE-Version.

Lenovo richtet seine Tablets Tab 4 8 und Tab 4 10 auf Familien und junge Nutzer aus. Die 8 und 10 Zoll großen Androiden mit Full-HD-Display (1920 zu 1080 Pixeln) können mit robusten Schutzhüllen und spezieller Software für Nutzer im Kindesalter fit gemacht werden. Per «Productivity Pack» mit Bluetooth-Tastatur wird das Tablet zum Arbeitsgerät. Beide Tablets gibt es auch als Plus-Version mit glasbeschichtetem Tabletrücken und stärkerem Achtkernprozessor. Die kleineren Varianten kosten in 8 Zoll rund 170 US-Dollar (etwa 160 Euro),die größeren 10-Zoll-Modelle rund 180 US-Dollar (etwa 172 Euro). Die Plus-Versionen liegen bei rund 260 beziehungsweise 300 US-Dollar (etwa 250 beziehungsweise 285 Euro). Als Verkaufsstart plant Lenovo den Mai.

Mobile World Congress


Verfasser: dpa-infocom GmbH

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